Pflaumen-Frozen-Yogurt mit Mandelkrokant

Pflaumen-Frozen-Yogurt

Pflaumen Frozen YogurtProfessor Caprese schaute abwesend aus dem Kochlaborfenster. Der Pflaumen-Frozen-Yogurt schien ihn gar nicht zu interessieren.
»Der Sommer bleibt hoffentlich noch ein bißchen.« Er seufzte.
Dann probierte er das Pflaumendessert. »Schmeckt fantastisch, Signor Grün. Wirklich. Exzellent.«
»Vielen Dank. Das freut mich. Wissen Sie, ich habe kürzlich eine Maschine erfunden, mit der man die Jahreszeiten einstellen kann, wie man will.«
»Wo ist diese Maschine?« Er schaute mich ungläubig an.
»Hier.« Ich hatte sie neben das Fenster gehängt. Eine Scheibe aus verschiedenen Kräuter und Kernen mit einem kleinen Maiskolben als Drehzeiger.
»Kommen Sie. Wir probieren sie aus.«
Wir stellten uns ans Fenster. Ich drehte den Zeiger nach oben und in Sekunden schien die Sonne. Es war Hochsommer. Ich drehte sie weiter und die Bäume verloren ihre Blätter. Der Herbst war da. So gingen wir alle Jahreszeiten durch.
Der Professor war begeistert.
Dann verselbständigte sich die Maschine plötzlich. Der Zeiger drehte sich immer schneller. Die Jahreszeiten zogen in unglaublicher Geschwindigkeit an uns vorbei. Schließlich fiel ich in Ohnmacht. Als ich aufwachte, lag ich in meinem Bett.
Der Professor saß am Bettende.
»Sie hatten Fieber. Murmelten etwas von einer Jahreszeitenmaschine. Was das wohl ist?« Er lachte.
Ehrlich, ich bin froh, dass es eine solche Maschine nicht gibt. Nehmen wir die Natur so, wie sie ist. Und heute gibt es Pflaumen-Frozen-Yogurt. Haben Sie Lust?

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Frozen Yogurt mit Kokos-Mandelkrokant und frischen Erdbeeren

FrozenYogurtErdbeeren Professor Caprese war beim Nachmittagskaffee nachdenklich. Er hatte bisher nur zwei Stück von meinem Zitronen-Mandelkuchen gegessen. Das war schon etwas besorgniserregend.
»Ob sich Erdbeeren und Bohnen miteinander verstehen?«, meinte er nach einer Weile.
»Mh – wie kommen Sie darauf?«
»Ich weiß nicht. Ich stelle mir diese Frage einfach. Erdbeeren und Bohnen? Blumenkohl und Blattpetersilie? Auberginen und Kohlrabi? Äpfel mit Himbeeren? Sie kochen doch oft mit den unterschiedlichsten Zutaten. Was meinen Sie?«
Natürlich passen einige Aromen einfach nicht zusammen, obwohl es interessante Mischungen gibt. Ich dachte an mein Spargelgericht mit Blaubeeren oder den Knoblauchkrokant.
Manchmal beobachte ich tatsächlich, dass sich einige Zutaten lieber mögen und sich deshalb auch besser kombinieren lassen. Es gibt diese unsichtbare Anziehungskraft. Manche Zutaten sind zu Beginn etwas schüchtern. Dann nähern sie sich vorsichtig an.
Die Frage des Professor inspirierte mich zu diesem Dessert. Und ich muss sagen: Frozen Yogurt, Mandeln, Kokos und Erdbeere – da knistert es ganz schön:)

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Karamell-Frozen-Yogurt und der Neapolitaner Eduardo Colombi

Karamell Frozen Yogurt einfach selber machenKaramell Frozen Yogurt einfach selber machenBei unserem letzten Nachmittagskaffee erzählte mir Professor Caprese von Eduardo Colombi, einem Neapolitaner, der in den zwanziger Jahren in New York einen fahrbaren Eisladen betrieb.
»Den ganzen Sommer stand er mit seinem Wagen im Central Park. Von morgens bis abends. Und: Er verkaufte nur Karamell-Eis. Manchmal bildete sich eine Schlange von 200 Metern. Das Eis muss sensationell gewesen sein.« Caprese, ja selbst auch Neapolitaner, schien mächtig stolz auf ihn zu sein.
»Aber schon merkwürdig, dass er nur eine Eissorte anbot. Gab es denn nicht auch andere Eisverkäufer mit verschiedenen Sorten?« Alles klang so rätselhaft.
»Doch, gab es immer wieder einmal. Aber sie hielten sich nicht lange. Die Menschen waren verrückt nach Eduardos Karamell-Eis.«
Der Professor erzählte, dass niemand wusste, warum dieses Eis so außergewöhnlich schmeckte, bis der schon über 80 Jahre alte Colombi eines Tages nicht mehr erschien. Er war zu Hause in seinem Sessel eingeschlafen und nicht mehr aufgewacht. Ein Artikel erschien in der »New York Times«. Sein Hausverwalter entdeckte beim Aufräumen in einem Versteck eine Rezeptur, Colombis letzten Willen und Flaschen mit Quellwasser aus Frankreich, dessen Herkunft in der Zeitung aber nicht genannt wurde. Damit hatte er seinen Karamellsirup hergestellt. Das war sein Geheimnis gewesen. Colombi hatte bestimmt, dass seine Rezeptur und die geheime Quellwasser-Adresse an eine Stiftung übergeben werden sollten. Das geschah. Bis in die siebziger Jahre wurden in New York viele karitative Einrichtungen damit finanziert. Dann verlor sich die Spur aus unbekannten Gründen.
»Doch vor einigen Tagen las ich einen Artikel, dass im Central Park seit ein paar Wochen wieder ein Eiswagen mit dem Namen Colombis steht. Er verkauft nur Karamell-Eis.« Professor Caprese hatte wieder diesen Blick. Blinzelte etwas. Hatte er alles erfunden?
Egal, die Geschichte hatte mich sehr beeindruckt, und ich arbeitete tagelang im Kochlabor an einem Karamell-Eis-Rezept. Heute möchte ich es Ihnen präsentieren.

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