Rote-Bete-Salat mit einer Orangen-Kokosblütensirup-Vinaigrette, karamellisierte Kartoffeln und Feta

Rote BeteOrangen-Vinaigrette»Kann ich bitte noch etwas von dem Rote-Bete-Salat haben?« Caprese erstaunte mich. Ich hätte niemals gedacht, dass er Rote Bete mag. Er erzählte mir von seiner Tante Cinzia, die in Neapel in einem kleinen Theater als Schauspielerin gearbeitet hatte. »Eines Tages führten sie das Shakespeare-Stück ›Macbeth‹ auf. Da braucht man ganz schön viel Theaterblut. Bei der Premiere fehlte es. Jemand hatte vergessen, es zu bestellen. Da haben sie improvisiert und Rote-Bete-Saft genommen. Das funktionierte hervorragend. Aber es ging später nicht mehr aus den Kostümen. Ein Fiasko. Tante Cinzia kannte aber einen Trick, mit dem man die Rote Bete entfernen konnte. Ich glaube es war ….« Er hatte es vergessen, wollte aber noch einmal nachschauen.
Wir plauderten noch eine Weile über die faszinierende Knolle, die ihren Namen übrigens vom lat. beta (Rübe) hat.

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Kartoffel-Möhren-Puffer mit Babyspinat-Salat und einer delikaten Zitronette

vegane Kartoffel-MöhrenpufferUm 13.00 Uhr besuchte mich Professor Caprese im Kochlabor. Er hatte einen Ritterhelm aus Pappe auf.
»Warum haben Sie diesen albernen Helm auf?«
»Sie sagten, diese Woche ist Eisenwoche. Da dachte ich…« Er wirkte enttäuscht und setzte den Helm ab.
»Ich meinte natürlich Eisen als Spurenelement. Eisen im Essen. Heute gibt es Blattspinat und Kartoffel-Möhrenpuffer. Das ist gut gegen Wintermüdigkeit.
Ich hatte mir alles zum Thema Eisen durchgelesen und war ein wenig stolz.
Der Professor setzte den Helm ab. Ich muss sagen, der sah schon sehr imposant aus. Wenn auch nur aus Pappe. Sogar mit silberner Farbe hatte er ihn angemalt. Das hätte ich ihm gar nicht zugetraut.
Das Essen schien ihm gut zu schmecken. Immer wieder legte er nach. Betonte, dass er im Winter auch oft müde sei. Na – Sie kennen ihn ja.
Haben Sie auch Lust auf Eisen? Spinat enthält sehr viel davon, und es reagiert besonders gut mit dem Vitamin C der Zitronette.

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Spaghetti Tromba – Spinat, Tomate, Peperoni und Zitrone in Knoblauchöl geschwenkt

Spaghetti TrombolaSpaghetti Trombala
Ich hatte lange darüber nachgedacht, was ich kochen sollte. Manchmal sitzen mir viele Purzelbäumler auf den Schultern und schnattern durcheinander. »Herr Grün, Sie sollten etwas Saisonales kochen.« Meinte einer. »Nein, dem muss ich widersprechen. Er sollte einen Salat zubereiten. Die Menschen wollen jetzt Salat.« Erwiderte ein anderer.
Das Gebrabbel summte ich weg und überlegte, was ich selber gern essen wollte. So entschied ich mich für Spaghetti in einer Sauce aus Knoblauchöl, Babyspinat, roter Peperoni und fein geriebener Zitronenschale. Dazu wollte ich einen Tomaten-Spinatsalat anrichten.

Ich bereitete also das Mittagessen zu, da hörte ich eine Trompete. Ich schaute hinüber zum Nachbarhaus und sah Professor Caprese am Fenster stehen. Was für eine wunderschöne Melodie. Ich wusste gar nicht, dass er das konnte. Ich hörte ihm eine Weile durch das offene Kochlabor-Fenster zu. Dann hob ich kurz die Hand und lachte. Das sah er und nur kurze Zeit später saßen wir uns gegenüber. Aßen Spaghetti Tromba. Freuten uns. Die einfachen Dinge.

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Unüberfischbar: Kartoffelfisch mit Rote-Bete-Gurken-Apfel-Salat

KartoffelfischEinmal im Monat kochen Frau Plötzenhoff, Professor Caprese und Herr Josele für mich. Ein Überraschungsgericht. Ich muss nichts tun. Nur außerhalb des Kochlabors warten oder am Tisch sitzen mit einer Augenbinde. Letzteres bevorzuge ich, weil ich dann beim Kochen zuhören und die Duftnoten intensiv wahrnehmen kann.
Gestern roch es nach frittierten Kartoffeln, sauren Gurken, Apfel, Zitrone und Muskat. Eine schöne Duftkomposition. Sehr erfrischend.
Schließlich nahmen sie mir die Augenbinde ab. Sie hatten den seltenen, aber nicht vom Aussterben bedrohten Kartoffelfisch mit dänischem Rote-Bete-Salat mit sauren Gurken und Äpfeln zubereitet. Herrlich. Das war eine wirkliche Überraschung.
Haben Sie Lust, das Gericht nachzukochen? Dann bitte hier entlang.
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Ravioli mit Estragon-Zitronen-Sauce und Feldsalat

Ravioli»Cappelletti«, hörte ich die Stimme von Professor Caprese aus der Ferne sagen.
»Cappelletti«, antwortete Luigi blechern.
»Cannelloni.«
»Cannelloni.«
»Orecchiette.« » Orecchiette …«

So ging das seit einer Stunde. Ich riss das Fenster des Kochlabors auf und rief ganz laut: »Professor, was machen Sie da?« Ich erschrak etwas vor meiner eigenen Stimme.
Der Professor Caprese erschien am Fenster und rief zu mir herüber: »Ich bringe Luigi die wichtigsten Pastanamen bei. Er nimmt an einem Wettbewerb in Neapel teil.«
Aha, das war also die Lösung. Wieder einer dieser Wettbewerbe. Luigi hatte schon viele Preise gewonnen – aber einen Pastawettbewerb für Roboter? Was sollte das sein?
Meine Gedanken verloren sich und bahnten sich einen Weg zum Thema Pasta. Ich dachte an Ravioli und machte mich gleich ans Werk.
Um ein Uhr saßen wir alle am Tisch.
Mit Hingabe aß Caprese 16 Ravioli und eine riesige Portion Feldsalat.

»Und diesen Pastawettbewerb? Den gibt es wirklich?« Die Frage beschäftigte mich.
Er nickte, schaute dabei aber nicht auf. Dieser Schwindler.
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