Curry-Kokosmilch-Suppe mit Karotten, Ingwer, Peperoni und Reis

CurrysuppeDas Telefon im Kochlabor klingelte. Ich hob ab. Die ersten Sekunden hörte ich nichts. Dann ein leises Pfeifen, wie von einem anderen Stern »Signore Grün, sind Sie es?« Es war die Stimme von Professor Caprese. Er klang sehr schwach.
»Ja. Ja. Ich bin hier im Kochlabor. Was ist mit Ihnen?«
»Ich habe eine Grippe. Es sieht schlecht aus. Ich wollte Ihnen nur sagen, das es eine schöne Zeit war mit Ihnen im Kochlabor. Und Luigi. All die schönen Stunden.«
Dieser alte Dramatiker. Eine Grippe. Nichts Leichtes. Aber sowas.
»Bleiben Sie schön im Bett. Ich bin in einer Stunde da mit einer Suppe. Das wird Ihnen wieder auf die Beine helfen.«
»Eine Suppe?« Und schon klang seine Stimme klarer.
»Ja, eine Suppe. Fernöstlich. Mit kräftigenden Gewürzen und Zutaten.«
Ich hatte so eine Ahnung und rief Frau Plötzenhoff an. Auch sie lag seit zwei Tagen mit einer Grippe im Bett. Das tat mir leid. »Ich bringe Ihnen Suppe. So in zwei Stunden.«
Herr Josele war gesund. Er hatte beste Laune. »Wissen Sie was, Herr Grün, ich komme und helfe Ihnen.«
Nun musste ich nur noch die Suppe kochen. Ich hatte eigentlich alles da. Karotten, Ingwer, Curry, Kurkuma, rote Peperoni, Kokosmilch, etwas Basmatireis … Vielleicht haben Sie ja auch gerade Lust auf Suppe …


Zutaten für 2 Teller

100 g Karotte
40 g Ingwer
200 ml Kokosmilch
500 ml Gemüsebrühe
ein Stück rote Peperoni (das waren bei mir 5 g – gerne auch mehr, wenn Sie es besonders scharf möchten)
etwas Kurkuma
2 EL Öl Ihrer Wahl
1 gehäufter TL gutes Englisches Curry (oder irgendein schärferes Curry – schön gelb sollte es aber schon sein – es enthält übrigens auch Kurkuma und gibt ihm die schöne, satte gelbe Farbe)
etwas Reis (ich verwendete Basmatireis)
Salz, frischer schwarzer Pfeffer

Zubereitung

Die geschälte Karotte in circa 2 cm lange, dünne Streifen, den geschälten Ingwer in kleine Stücke und die Peperoni in dünne Scheibchen schneiden.
Erhitzen Sie 2 EL Öl in einem Topf und dünsten Sie die Karotten, die Hälfte des Ingwers und drei Scheiben der Peperoni circa 3 bis 4 Minuten an. Dann löschen Sie das Ganze mit Gemüsebrühe ab und lassen es noch circa 10 Minuten leicht köcheln.

Danach geben Sie die Kokosmilch den restlichen Ingwer und die Peperonischeibchen dazu und würzen mit dem Curry und etwas geriebenem Kurkuma. Umrühren, kurz aufkochen und noch 3 Minuten leicht köcheln lassen. Danach eventuell noch mit Salz und frischem Pfeffer abschmecken.
Das war es schon. Ich mag es ja gerne etwas minimalistischer. Den Reis stelle ich bei Tisch neben die Suppe. So kann ihn jeder portionieren, wie er möchte und es sieht auch noch nett aus.

Professor Caprese war glücklich mit der Suppe und geht man von seiner Erzählkunst aus, war er regelrecht sofort geheilt.
Frau Plötzenhoff freute sich über den Besuch. Sie mochte die Suppe sehr und empfiehlt sie fortan allen Kranken aber auch Gesunden als leichte, schnell zu zubereitetende, delikate fernöstliche Suppe.

Hach – das war also gelungen. Ich bin gespannt, wie es Ihnen mit dem Süppchen geht.

Viele Grüße und gutes Gelingen

Herr Grün

Kommentare

  1. FrauFrog meint

    Heute gleich nachgekocht, fügte noch Limettensaft hinzu. Leider war die gekaufte Chilischote so gar nicht scharf. Meine Gäste und ich haben dennoch mit Genuss gelöffelt…

  2. iselin meint

    Gerade das Minimalistische finde ich super. So kann ich, wie FrauFrog es getan hat, auch spontan eines Ihrer Rezepte ausprobieren, ohne Stunden in der Küche zu verbringen. Obwohl ich gerne koche, wenn ich denn erst mal dran bin.
    Die Suppe war jedenfalls köstlich und hat uns gut eingeheizt!

  3. Tiggi meint

    Hu, da waren die Peperoni extra hot doch ein bisschen viel scharf… Ich habe noch Rohrzucker und Limettensaft dazugeben und ein paar geröstete Brotwürfel drauf gestreut, dafür aber den Reis glatt vergessen. Feurig köstlich und das ganz ohne krank zu sein 🙂

  4. Brigitte Koschara meint

    Draußen zieht der Wind um die Häuser … dazu gibts nichts besseres als ein gutes Buch oder ein schöner Film und dazu diese oberleckere Suppe schlemmen … Dankeschön Herr Grün

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