Orangen Curd ohne Ei – einfach selber machen

Orangen curd ohne Ei – einfach selber machenSie erinnern sich? Im November letzten Jahres hatte ich im Kochlabor einen Lemon Curd ohne Ei entwickelt. Viele Leser waren begeistert. Das freute mich.
Ich bereitete einige Gerichte damit zu: Terrassenkekse (Terrazza die Limoni) und Backofenberliner mit Lemon Curd Füllung.
Heute möchte ich Ihnen einen Orange Curd vorstellen.
Zuerst dachte ich, ich könnte einfach die Mengenangaben übernehmen, aber das funktionierte nicht. Ich experimentierte im Kochlabor so lange, bis ich ein Ergebnis hatte, mit dem ich sehr zufrieden war.
Heute möchte ich Ihnen dieses Ergebnis vorstellen. Viel Spaß also mit dem Herr Grün Orangen Curd:)

Zutaten (reichte bei mir für ein Weckglas mit 160 ml – wenn Sie mehr möchten: nur zu und die Menge vervielfachen)

150 ml frisch gepresster Orangensaft von BIO-Saftorangen (unbedingt Saftorangen – also keine herkömmlichen Orangen)
100 g Rohrohrzucker
1 geh. EL Vanillezucker (wie man den selber herstellen kann, sehen Sie hier)
80 g Butter
50 ml Sahne
15 g Speisestärke

Zubereitung

Den Orangensaft (wenn beim Auspressen kleine Fruchtstücke entstehen, gerne darin lassen) mit dem Zucker und dem Vanillezucker in einen kleinen Topf geben, kurz aufkochen und dann circa 3 Minuten bei geringer Hitze köcheln lassen. Immer wieder mal umrühren.
Die Butter dazugeben und schmelzen lassen. Nun auch die Sahne dazugeben. Alles gut umrühren und 3 Minuten köcheln lassen. Gesiebte Stärke in eine kleine Schüssel geben (oder auch die Stärke gleich in die Schüssel sieben – geht auch). Nun 4 bis 5  EL der Orangenmischung dazugeben(ggf. etwas mehr ) und das Ganze gut verrühren bis Sie eine dickflüssige, glatte Masse haben (kennen Sie vielleicht vom Puddingkochen). Es sollen keine Klümpchen entstehen.
Sollte Ihnen das Malheur mit den Klümpchen dennoch passieren, dann geben Sie den curd einfach durch ein Haarsieb – und schwupps sind sie wieder weg. Diese Mischung dann langsam in den Topf fließen lassen und dabei mit einem Schneebesen kräftig umrühren. Kurz noch einmal für eine Minute aufkochen lassen und vom Herd nehmen. Stellen Sie die Crème nun für einige Stunden (am besten über Nacht) in den Kühlschrank, denn da bekommt er eine festere Konsistenz (etwas wie fester Honig).

Der Orangen Curd passt gut zu Kuchen, Quarkspeisen, Eis … und allem, was Sie möchten:)

Übrigens: Hier finden Sie das Rezept für den Lemon Curd.

Viel Spaß und viele Experimente mit dem Orangen Curd

Herr Grün

Kommentare

  1. Daniela meint

    Vielen Dank! Ich bin schon seit ewigen Zeiten auf der Suche nach einem Rezept für Lemon Curd ohne Ei und freu mich jetzt auch eines mit Orangen gefunden zu haben.
    Viele Grüße,
    Daniela

  2. Jutta Kubillus meint

    Hallo Herr Grün,

    das Orangen Curd habe ich vorgestern gemacht und es ist sehr, sehr lecker. Als nächstes ist das Lemon Curd dran, jummy

    Ein schönes neues Jahr
    J. Kubillus

  3. kuechlein meint

    Richtig gutes Rezept! Habe es komplett ‘veganisiert’ indem ich Margarine anstatt Butter und Kokosmilch anstatt Sahne benutzt hab – es hat sehr gut geklappt! Das kommt auf jeden Fall ins Repertoire

  4. vonfabritz meint

    Hallo, habe gestern endlich das Orange(n) Curd probiert. Ich bin begeistert wie einfach es geht. Ich habe den Teil mit der Stärke vereinfacht…mach ich beim Puddingköchen auch nie…soll heissen…Stärke in Sahne eingerührt und dann in das heisse Orange Curd. Klappt genauso gut. Habe es ebenfalls veganisiert mit Lanasan anstatt Butter und Sofasahne anstatt normaler. Alles wunderbar. Das nächste mal werde ich noch den Abrieb mit rein geben für mehr Orangengeschmack. Danke für das Rezept 🙂

  5. Andrea meint

    Vielen Dank für das tolle Rezept, ich habe es bei pinterest entdeckt und nun schon einige Portionen Lemon Curd- und heute zum ersten Mal auch Orangen Curd produziert. Ich liebe LemonCurd, aber die Variante mit Eiern und ewig im Wasserbad rühren war mir immer zu aufwändig. Deshalb finde ich diese schnellen und unkomplizierten Varianten super. Zum Orangensaft habe ich noch den Saft einer halben Zitrone dazu gegeben (und dann ein paar Gramm Stärke mehr) und finde es perfekt.

    • Herr Grün meint

      Liebe Karen! Die Konsistenz Curds ist bei jedem Saft anders. Es funktioniert also nicht immer. Mit manchen Säften wird es schwierig, weil der Säuregehalt sehr unterschiedlich ist. Die Crèmigkeit kann verloren gehen. Gutes Gelingen und viele Grüße – Herr Grün

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