Kleine Semmelknödel mit Orangen-Pfeffersauce

Semmelknödel Heute erklärte mir Professor Caprese die Relativitätstheorie am Beispiel zweier Menschen, die beide einen Glaskasten in der Hand halten, in dem sich jeweils ein Gummiball befindet. Die eine Person steht am Bahnhof, die andere in einem vorbeifahrenden Zug. In beiden Kästen springen die Bälle fortwährend von oben nach unten.
»Könnten wir nicht etwas anderes nehmen anstatt Gummibälle? Wie wäre es mit Klößen? Oder Semmelknödeln? Ich kann mir Beispiele mit Gerichten besser merken.« Caprese stimmte zu und begann von vorne.
»Und könnten es Köche sein? Sagen wir, eine Köchin und ein Koch. Die Köchin steht am Bahnhof und der Koch im Zug. Sie heisst Carlotta und er Fritz. Das sind doch schöne Namen.« Auch das schien mir spannender und einprägsamer. Der Professor schnaufte und grummelte etwas auf Italienisch. Stimmte aber zu. »Nicht leicht mit Ihnen, Signore Grün.«
Er erklärte also weiter. Die Theorie hatte aber so keinen Bestand, weil aus meiner Sicht Semmelknödel gar nicht auf und ab springen können, ohne dass sie auseinanderfallen. Eine unschöne Vorstellung. Das teilte ich Caprese auch mit. Dieser gab schließlich verzweifelt auf.
Wir hatten trotzdem ein schönes Mittagessen. Als Vorspeise kredenzte ich kleine Semmelknödel mit einer Orangen-Pfeffersauce. Schließlich bin ich das Caprese und der Physik schuldig.

 

Zutaten für zwei Semmelknödel (als Vorspeise gedacht)

100 g trockene Brötchen
50 ml Milch
100 ml Kochsahne
1 Ei
30 g Zwiebeln
40 g Butter
2 Lauchzwiebeln
Rohrohrzucker
½ unbehandelte Saftorange – bitte schon vorher auspressen + etwas Abrieb von der Schale zur Seite legen
frischer Pfeffer (schwarze Pfefferkörner)
Salz
Muskat
Mehl

 

Zubereitung

Die Brötchen in kleine Wüfrel schneiden und die Milch darübergießen. Das Ganze vermengen und einweichen lassen.

Die Zwiebelwürfel in 20 g Butter glasig dünsten. Dann die Lauchzwiebel in Scheibchen dazugeben und auch andünsten. Das Lauch-Zwiebel-Gemisch über die Brötchen gießen. Das Ei dazugeben. Alles gut vermengen. Mit Pfeffer, Salz und Muskat abschmecken. Zur Seite stellen und 10 Minuten durchziehen lassen.

Dann zwei Klöße formen und in Salzwasser circa 15 Minuten in siedendem, gesalzenem Wasser kochen. In eine Siebschüssel geben, damit sie etwas abdampfen können:)

Nun geht alles ganz fix.

Und zwar so: 20 g Butter in eine erhitzte Pafnne geben. Wenn die Butter hellbraun wird, einen EL Rohrohrzucker dazugeben. Etwas umrühren. Warten, bis die Masse etwa mittelbraun wird. Nun 1 gehäuften Esslöffel Mehl darüberstreuen. Das Mehl mit anschwitzen. Dann mit dem Oragensaft ablöschen und gleich darauf die Sahne dazugießen. Anmerkung. Vielleicht entstehen ein paar Mehlklümpchen. Diese verschenden aber schnell, wenn Sie gut umrühren. Wirklich:) Die Sauce mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Semmelknödel auf die Teller verteilen. Die Soße darüber. Ein paar gehackte Pfefferkörner obenauf und etwas Orangenschalenabrieb.

Vielleicht noch etwas Dekoration: Mit Lauch und Orange (siehe Abbildung)



Gutes Gelingen und vielleicht versuchen Sie ja die Relativitätstheorie zu verstehen. Ich werde mich auf jeden Fall noch damit beschäftigen.

 

Viele Grüße

von Herrn Grün

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