Spaghetti Tromba – Spinat, Tomate, Peperoni und Zitrone in Knoblauchöl geschwenkt

Spaghetti TrombolaSpaghetti Trombala
Ich hatte lange darüber nachgedacht, was ich kochen sollte. Manchmal sitzen mir viele Purzelbäumler auf den Schultern und schnattern durcheinander. »Herr Grün, Sie sollten etwas Saisonales kochen.« Meinte einer. »Nein, dem muss ich widersprechen. Er sollte einen Salat zubereiten. Die Menschen wollen jetzt Salat.« Erwiderte ein anderer.
Das Gebrabbel summte ich weg und überlegte, was ich selber gern essen wollte. So entschied ich mich für Spaghetti in einer Sauce aus Knoblauchöl, Babyspinat, roter Peperoni und fein geriebener Zitronenschale. Dazu wollte ich einen Tomaten-Spinatsalat anrichten.

Ich bereitete also das Mittagessen zu, da hörte ich eine Trompete. Ich schaute hinüber zum Nachbarhaus und sah Professor Caprese am Fenster stehen. Was für eine wunderschöne Melodie. Ich wusste gar nicht, dass er das konnte. Ich hörte ihm eine Weile durch das offene Kochlabor-Fenster zu. Dann hob ich kurz die Hand und lachte. Das sah er und nur kurze Zeit später saßen wir uns gegenüber. Aßen Spaghetti Tromba. Freuten uns. Die einfachen Dinge.

Zutaten (für 2 Portionen)

Für die Spaghetti

280 g Spaghetti

Für die Spaghetti-Sauce

2 große oder 4 kleine Knoblauchzehen
6 Cherrytomaten
50 g frischer Babyspinat (gerne auch mehr, wenn Sie möchten)
1 Stück frische rote Peperoni (ca. 5 g)
6 EL Olivenöl
2 EL Abrieb einer BIO-Zitrone
etwas Zitronenabrieb für die Dekoration
Salz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Für den Spinat-Tomaten-Salat

50 g Babyspinat
6 Cherrytomaten
1 Stück frische rote Peperoni (ca. 5 g)
3 EL frisch gepressten Orangensaft
1 EL frisch gepressten Zitronensaft
2 EL Olivenöl
1 TL Zucker
Salz
frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer

Zubereitung

Spaghetti-Sauce

Die Knoblauchzehe in kleine Würfel schneiden.
Die Cherrytomaten waschen vierteln.
Spinatblätter waschen und die Stängel entfernen.
4 bis 6 Kringel rote Peperoni (je nach Schärfebedürfnis) grob hacken.

Zum Spinat-Tomaten-Salat

Spinatblätter waschen und die Stängel entfernen.
Die Cherrytomaten waschen vierteln.
Die rote Peperoni in Kringel schneiden.

Für die Vinaigrette: Alle Zutaten (bis auf das Salz und den Pfeffer) in einer Salatschüssel gut miteinander vermischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und zur Seite stellen.

Zwischendurch zu den Spaghetti

Das Wasser aufsetzen. Die Spaghetti abwiegen und in ausreichend gesalzenes und kochendes Wasser geben.

Zurück zur Spaghetti-Sauce

Das Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Knoblauchwürfel und Peperoni ca. 3 Minuten andünsten. Nun die Spinatblätter und die Tomatenstücke dazugeben, alles gut verrühren und noch einmal ca. 4 bis 5 Minuten mitandünsten. Zum Zitronenabrieb dazugeben. Alles wieder gut vermischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Finish

Den Salat anrichten und in zwei Schüsselchen oder auf Teller verteilen. Mit den Peperonikringeln und den Tomatenstücken dekorieren.

Die Spaghetti in eine Siebschüssel geben und etwas ausdampfen lassen.
Dann die Spaghetti in die Pfanne mit der Sauce geben. Etwas erhitzen und alles gut miteinander vermengen.

Die Spaghetti auf den Tellern verteilen und mit etwas Zitronenabrieb dekorieren. Und natürlich: Gibt es noch den Spinat-Tomaten-Salat dazu.

Ja – das sind die Spaghetti Tromba. Ich bedanke mich herzlich bei Professor Caprese für die Inspiration:)

Viel Spaß und gutes Gelingen

Herr Grün


Kommentare

  1. Katharina meint

    mmmh, das wird es sicher zum Freitagabend geben – wenn am nächsten Tage keine feinen Kollegen-Nasen lauern 😉 Ich LIEBE Pasta, und vor allem noch mehr, wenn es leichte Kost ist, Danke!

  2. Anna-Maria Eitel meint

    Das Foto der fertigen Pasta ist grossartig, da möchte ich zugreifen und selber essen!
    Jetzt habe ich auch schon eine Idee was ich mit meinem Spinat aus dem Garten machen könnte.
    Danke für die Inspiration

  3. Gertrud meint

    Ach ist das alles schön. Ich habe sofort ein Buch für meine Tochter bestellt. Alles wunderbar zu lesen. Was für eine Motivation das vegetarische / vegane Kochen wieder neu zu entdecken. Und das Kochen an und für sich. Einfach wunderbar.
    Ich koche seit 35 vegetarisch. Aber manchmal knicke ich etwas ein. Es wird einem nicht einfach gemacht. Fleisch wird schnell und unkompliziert angeboten. Die Versuchung ist groß. Dann mache ich meine fleischlosen Standardrezepte. Aber ich habe immer das Gefühl, da geht noch was.
    Bei Ihnen kommt noch der Spaß dazu. Dass man Geschichten lesen kann. Und die Illustrationen.
    Das ist kein man müsste vegetarisch kochen, es ist besser für die Tiere, gesünder für die Menschen, die Umwelt. Nein, man darf frisches und feines Grünzeug entdecken, zubereiten und dann auch noch essen.
    Liebe Grüße
    Gertrud Koch

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