Kokos-Mandel-Kuchen mit Orange und Zitrone und einem krossen Mürbeteigboden mit Sternanis, Nelke und Zimt
Freitags. Vormittags. Die Sonne scheint kräftig aus einem wunderschönen, aufregendem Blau und wird von weißen Reifteppichen, die auf den Dächern liegen, reflektiert. Hier und da steigt Dampf hoch. Eines von vielen Hamburg-Bildern, die ich sehr gerne mag.
Gegen Mittag wird der Professor vorbeikommen. In dieser Jahreszeit kommt er mich noch häufiger im Kochlabor besuchen. Wir trinken Espresso, essen Kuchen. Er hat immer einen Bündel Zeitungen dabei und ausgerissene Blätter – Themen über die wir sprechen. Die Welt, Kunst, Filme, Rezepte natürlich – aber es geht auch oft um Erlebtes, Begegnungen. Ideen und Sätze verknüpfen sich – werden zu anderen Zeiten weitergesponnen – weiter besprochen. Ein nie endendes Abenteuer, dass wir beide sehr mögen und dass sich bis weit in den Januar hineinzieht – ins Jahr hinein sich mit anderen Wetterbedingungen und Saisonalitäten verändert.
Bei der letzten Begegnung wünschte er sich einen Kuchen – italienisch mit einem Hauch Weihnachten. Fäden aus Sternanis, Nelken, Zimt, Orange, Zitrone…
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Als Kind habe ich Kürbis nie wahrgenommen. Genaugenommen: Es gab nie Kürbis. Nicht in Kuchenform, nicht als Beilage, Salat, Püree oder was auch sonst immer.