
Geschmorter Spitzkohl mit einer cremigen Paprikamark-Buttersauce – mit fein geriebenem mittelaltem Gouda, etwas Chili, Knoblauch und frischem Thymian
Heute hatten wir mal wieder einen Tauschtag.
Der Professor und ich tauschen die Rollen.
Ich gehe zum Markt und mache den Einkauf. Er kocht.
Während er kocht, warte ich in seiner Wohnung und nehme Anrufe entgegen, von denen Caprese ziemlich viele erhält. Das hätte ich anfangs gar nicht gedacht.
Die Anruferinnen und Anrufer stellen technische Fragen – aber auch Fragen zu Rezepten. Und wann »Herr Grün wieder dieses oder jenes kocht und sie dann das Rezept haben könnten«.
Ich ging also auf den Markt und kaufte, was mir in den Sinn kam. Spitzkohl, Zwiebeln, Knoblauch und Thymian. Mit Letzterem wollte ich das Heimweh etwas vertreiben, das der Professor oft im Herbst hat. Es war eine kleine Geste, die er aber nicht kommentierte. Was ich aber auch gut finde. Kleine Gesten bemerkt man nur. Das ist das Spiel. Ich finde, man sollte sie nicht unterschätzen.
Aus meinem Einkauf zauberte Caprese dieses Gericht, das ich sehr genossen habe.
Nach dem Essen bereitete ich noch einen Espresso zu. Wir aßen etwas Orangenkuchen dazu.
Der Professor brummte, zwinkerte mir zu. Kleine Gesten.
…



Gerösteter Rosenkohl in spicy Kokosmilch mit Glasnudeln