
In den letzten Tagen hatte mich der Professor nicht im Kochlabor besucht.
Ich vermisste ihn etwas. Schließlich rief ich ihn an.
»Ich habe leider keine Zeit. Ich entwickle eine neuen Pastavariante. Eine Weltneuheit.« Er tat sehr geheimnisvoll. Wollte nicht mehr verraten. »Bald stelle ich sie Ihnen vor. Sie werden staunen.«
Gestern kam er zum Nachmittagskaffee. Die neue Nudelvariante hatte er auch dabei. Eigentlich nur zwei Exemplare – in einem Schraubglas. Er legte sie vorsichtig auf den Tisch.
Ich staunte wirklich. Denn die Nudeln sahen aus wie große, etwas unförmige Fusilli und waren eigentlich Fusilloni – also so heißen sie. Ich kannte sie.
»Ich nenne sie Luigioni«, flüsterte er. Bitte erzählen Sie niemanden davon. Alles ist noch sehr geheim.« Er betrachtete stolz seine Kreation.
Mir war nicht klar, wie ich es ihm beibringen sollte.
Er gab mir das Rezept und die Beschreibung, wie vorzugehen war bei der Herstellung der neuen Luigioni. Er hatte alles auf einen Zettel geschrieben – mit Zeichnungen.
Heute gab es also im Kochlabor: »Vegetarische Frikadellen mit Luigioni, Pilzrahmsauce und Rucola-Salat«.
Der Professor war begeistert und sichtlich gerührt. Lobte vielmals, wie schön ich die Form seiner Luigioni getroffen hatte.
…


Enthält Werbung für die OHNE vegane Filets (derzeit in Deutschland noch nicht verfügbar – aber bestimmt bald)
Gestern wollte ich den Professor mit einer türkischen Pizza (Lahmacun) überraschen. Ich wickelte einen Zettel mit einer Einladung um einen Tennisball und warf diesen in sein offenes Arbeitszimmer im Haus gegenüber. Erstaunlich, dass ich es traf. Es rumpelte ganz schön und ich hörte, wie Caprese fluchte. Er erschien am Fenster, sah mich und rief: »Signor Grün, waren Sie das?«