
»Wissen Sie, wann Sie die Creuselles zum ersten Mal gebacken haben?« Der Professor schaute im die Luft, als würde er versuchen, sich zu erinnern.
»Das war …«
»Ach ja. Ja, ja. Stimmt. Ich erinnere mich. Ein schöner Sommer war das.«
»Es hat geregnet. Mit wenigen Unterbrechungen.
»Ja. Jetzt erinnere ich mich. Es war dieser Sommer, in dem …«
»Ja, genau.« Ich nickte zustimmend.
Herr Grüns Creuselles – krosse und luftige Hörnchen mit knackigen Streuseln. Man kann sie ganz einfach und schnell backen. Mit Dinkelmehl 630 und Quark-Ölteig.
Die Idee hatte ich schon ganz lange und 2019 hatte ich sie umgesetzt.
Die Creuselles schmecken toll frisch aus dem Ofen – zum Frühstück aber auch zum Nachmittagskaffee – oder wann immer Sie möchten.
Viel Freude damit.
…

Im Kochlabor ist es in den letzten Tag eher ruhig.
Die Dramaturgie beim Zubereiten einer Suppe hat mich schon immer fasziniert. Die Zutaten werden schrittweise in den Topf gegeben. Dann folgt eine Kochphase, in der sie sich, oftmals ein bisschen wild, miteinander bekanntmachen. Danach folgt eine ruhigere Phase – im Falle dieser Kartoffel-Lauch-Suppe nach dem Pürieren. Alles verlangsamt sich. Die Hitze wird etwas heruntergedreht, damit nicht wie bei einem Vulkanausbruch heiße Blasen Suppe aus dem Topf geschleudert werden. Der dann zugegebene Grauburgunder wirkt auf die heiße Suppe ebenso beruhigend wie die Crème double, die die Aromen von schwarzem Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuss verstärkt.