
Heute kam der Professor vom Markt und kaute genüsslich etwas, das sich in seinen Mundwinkeln als etwas Grünes abzeichnete. Er wirkte sehr zufrieden.
Ich war neugierig. »Was ist es?«
»Frischer Oregano.«
Ich mag frischen Oregano sehr. In Hamburg gibt es ihn eigentlich ganzjährig. In den Sonnenmonaten schmeckt er besonders intensiv. Nussig. Leicht spinatig. Natürlich mit der bekannten und unnachahmlichen Oreganonote.
Falls ihr ihn nicht in eurer Nähe besorgen könnt, mag das Gericht auch frischen Basilikum… Das ist geschmacklich eine andere Abzweigung aber ein würdiger Vertreter. Tanti saluti:-)
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Tortue-Brötchen


Das sind meine Tortue-Brötchen:-)
Ich hatte sie schon lange geplant. Die Idee mit den zwei Teigen ging mir nicht aus dem Kopf.
Eigentlich wollte ich sie Dos (spanisch ‘Zwei’)nennen – aber beim ersten Posten meinten einige, dass sie ausschauen wie Schildkröten.
Mh, irgendwie dachte ich, dass ich sie auf keinen Fall Schildkröten-Brötchen nenne, weil ich mir dann vorstellen würde, wie jemand in Schildkröten beisst…
Der Professor meinte, es heisst ja auch Zimtschnecken. Da hatte er recht.
Dann habe ich mich für Tortue (franz. – ‘Tortü’ gesprochen) entschieden.
Und voilà. Hier sind sie – die Tortue-Brötchen. Eigentlich ganz einfach. Ich hoffe, es gibt ganz viele Bilder.
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»Gâteaux bleus« – kleine nobake-Kuchen mit Butterkeksboden, Blaubeeren, selbstgemachtem Vanillepudding und einer Zartbitter-Ganache
»Was zeichnen Sie da?«
Der Professor kritzelte beim Nachmittagsespresso geheimnisvoll auf einem Blatt.
»Ach, nur so eine Idee.«
»Darf ich ich mal schauen?« Ich war neugierig.
Er schob mir das Blatt zu und nippte an seinem Espresso. Dabei beobachtete er mich.
Auf dem Papier sah ich eine Zeichnung, konnte sie aber nicht zuordnen.
Es sah aus wie ein Haus mit Kugeln und einem Flachdach.
»Interessant. Mh. Also eine Idee. Wie würden Sie es umsetzen?« In dieser Phase wollte ich diplomatisch sein.
»Ich denke, ich muss noch auf den Markt und frische Blaubeeren besorgen. Sie könnte ja schon einmal über den nobake-Teig nachdenken und die Konsistenz der Zartbitter-Ganache.« Er schmunzelte.
Nun verstand ich die Zeichnung. Ich lachte erleichtert. Und erkannte das Konzept.
Eine schöne Idee, diese »Gâteaux bleus« – so der Name, den der Professor mit schöner Schrift unter die Zeichnung geschrieben hatte.
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