Die ersten Tage im neuen Jahr geht es im Kochlabor eher ruhig zu. Der Professor sitzt in seinem Arbeitszimmer, liest oder schraubt an etwas herum.
Ich experimentiere viel – und lese Bücher, zu denen ich sonst nicht komme.
Caprese hat mir das Buch »Schrödingers Katze« ausgeliehen. Es beginnt mit einer Überlegung von Schrödinger. In einer verschlossenen und nicht einsehbaren Kiste sitzt eine Katze. Neben ihr in der Kiste steht ein physikalischer Apparat. Ein radioaktives Präparat wird irgendwann in der nächsten Stunde den Zerfall eines Atoms erleben…
Ich glaube, an der Stelle bin ich eingenickt und habe das Experiment weitergeträumt. In der Kiste waren nun aber Feldsalat, Suppengemüse, getrocknete Pflaumen und noch ein paar Zutaten. Ein schöner Traum. Als ich aufwachte fühlte ich mich sehr wohl und legte gleich los. Deshalb gibt es heute diesen Salat:-)
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Salat Nykøbing mit einer Aprikosenmarmelade-Zitronette
Wenn ich von meinen Reisen zurückkomme, sind bei Professor Caprese immer die Rolläden heruntergezogen. Er kocht nicht während meiner Abwesenheit. Fertiggerichte mag er nicht und in die von mir empfohlenen Restaurants geht er auch nicht.
Es dauert eine gewisse Zeit, bis er wieder zu mir ins Kochlabor kommt. Mit den Speisen muss ich klein anfangen. Meistens beginne ich mit Crostini oder einem Salat. Kuchen gibt es danach natürlich und auch Espresso.
Nach zwei bis drei Tagen ist alles vorbei. Dann plaudert er wieder drauflos und stellt Fragen. Ach – dann freue ich mich.
Dieses Mal war ich in Dänemark. Deshalb heisst mein Salat auch Nykøbing (Sjælland). Ein kleines Städtchen in Odsherred.
Der Salat übrigens mit Lauchzwiebeln, Tomaten, roten Weintrauben, Hirtenkäse, Knoblauchcroutons und einer Aprikosenmarmelade-Zitronette.
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Kartoffel-Zucchini-Puffer mit Zitronensauce und einem Zucchini-Minz-Salat

Dieser Artikel enthält Werbung für Bleywaren
Dem Professor schmeckte es gut. Das konnte ich sehen. Er brummte fast unhörbar vor sich hin, während er die Kartoffel-Zucchini-Puffer aß. Das war ein gutes Zeichen und ein großes Lob. Ich freute mich.
»Signor Grün, was denken Sie eigentlich, wenn Sie so ein Gericht planen?« Er schaute mich neugierig an.
Mh – das hatte mich noch nie jemand gefragt. Ich dachte nach. Ging alles noch einmal durch.
»Ich dachte: Ich mag Zucchini. Wenn sie so daliegen – im Markt. Auch der Name – als hätten sich Kinder ihn ausgedacht. Zucchini. Herrlich. Ich überlegte auch, mit was sie sich vertragen könnten. Wen die Zucchini gerne einmal kennenlernen würden. Ich kaufte also Kartoffeln, Minze und Tomaten. Ich wollte knusprige Puffer zubereiten. Dazu einen frischen Salat. Natürlich denke ich auch über meine LeserInnen nach. Sie sollen nicht so viel einkaufen müssen. Deshalb auch der Zucchinsalat. Das Gericht soll spannend sein. Leicht nachzukochen. Und allen ganz viel Freude machen. Freude ist wichtig. Sie multipliziert sich. Und… ach, ich denke, da gibt es noch so vieles, was ich denke. Möchten Sie vielleicht noch einen Puffer?« Er nickte und lächelte vieldeutig.
Was denken Sie? Haben Sie Lust auf krosse Kartoffel-Zucchini-Puffer?
Dieses Gericht widme ich meinem Sponsor Bleywaren. Seit 1827 verkauft das Traditionsunternehmen Töpfe und Haushaltswaren. Bleywaren ist immer noch sehr traditionsbewusst und bodenständig, aber alles ist jetzt auch etwas moderner in Cloppenburg und es gibt sogar einen Online-Shop, den der Junior – Thomas Grimme – betreibt. Ich selbst besitze einige Produkte von Bleywaren und finde sie super. Sie erhalten im Shop von Bleywaren 10% auf alle Waren mit dem Gutscheincode BLEYGRUEN.
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