Heute erzählte mir der Professor beim Mittagessen von einem Kaufhaus, das er mit dänischen Professor*innen entwickelt hatte. Das Projekt hieß »Kaufhaus der Wünsche«.
Es handelte sich um ein leerstehendes Kaufhaus in der Innenstadt von Åbenrå, einer kleinen Stadt in der Region Syddanmark.
Zu Beginn sollte das Kaufhaus keine Waren enthalten und nur leere Regale und einen Tresen.
Die Kaufhausbesucher*innen konnten beim Personal etwas bestellen, das es in der Stadt nicht gab oder auch einen Stadtveränderungs-Wunsch äußern. So würde das Kaufhaus langsam mit den Produkten bestückt. Wünsche zur Veränderung der Stadt wurden in der Stadtverwaltung bei Häufung diskutiert und eventuell umgesetzt.
Mh – also ich fand die Idee super und fragte den Professor, ob ich mir auch etwas wünschen könne. Das ginge nur beim Besuch der Stadt – so könne Åbenrå ein Attraktion werden, meinte er.
Ich werde Åbenrå auf jeden Fall besuchen. Einen Wunsch habe ich auch schon. Dabei geht es um Pizza und… Aber mehr verrate ich noch nicht:-)
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Leicht spicy Apfel-Chutney auf Kokosnuss-Reis mit Schwarzkümmel-Fladenbrot aus der Pfanne



IDM/Südtiroler Apfelkonsortium/Alex Filz
Dieses Post enthält Werbung für das Südtiroler Apfelkonsortium (Südtiroler Apfel g.g.A.)
»Herr Grün, woher kennen Sie eigentlich die Südtiroler Apfelbauern?«
Einige Zeit nach dem mein Foodblog »Herr Grün kocht« online gegangen war, erhielt ich eine Einladung des Südtiroler Apfelkonsortium (Südtiroler Apfel g.g.A.) zum gemeinsamen Kochen hier in Hamburg.
Ehrlich gesagt hatte ich von diesem Konsortium noch nie etwas gehört. Ich war aber neugierig und besuchte die Veranstaltung.
Die Delegierten aus Südtirol waren sehr kenntnisreich. Apfelspezialisten. Das faszinierte mich. Neben ihrer hohen Fachkenntnis waren sie aber auch sehr leidenschaftlich in ihrem Vortrag – wie die Äpfel angebaut werden, welche Apfelsorten sie anbauen und was sie planen. Und sie zeigten uns atemberaubende Fotos vom Anbaugebiet.
Zum Schluss probierten wir noch die zahlreichen Apfelsorten. Alles, was sie erzählt und wie sie es vorgetragen hatten, steckte in diesen Äpfeln – das wurde mir klar. Ich hatte Feuer gefangen.
Es vergingen noch ein paar Jahre und plötzlich kam eine Einladung.
Ab diesem Monat gibt es also drei Rezepte, gekocht mit den hervorragenden Äpfeln der Südtiroler Apfelbauern. Und zur Apfelblüte bin ich vier Tage in Südtirol zum gemeinsamen Kochen. Darauf freue ich mich sehr:-)
Für das nachfolgende Rezept »Leicht spicy Apfel-Chutney auf Kokosnuss-Reis mit Schwarzkümmel-Fladenbrot aus der Pfanne« kam der Südtiroler Apfel g.g.A. der Sorte Braeburn, eine der 13 Sorten die die europäische Beizeichung »geschützte geografische Angabe« verwenden darf, zum Einsatz. Er ist robust mit festem Fruchtfleisch – das sollte ein Apfel bei der Zubereitung von Chutney sein – und trotzdem verspielt. Mit seiner süß-säuerlich und fruchtigen Note ist er sehr erfrischend. Ich finde, der Braeburn macht gute Laune. Die selbst zubereitete Gewürzmischung aus Kardamom, Zimt und Schwarzkümmel spielt mit dem Braeburn. Dabei steht er aber immer im Mittelpunkt. Die Stücke bleiben auch nach dem Kochen noch knackig. Die rote Peperoni befeuert dieses Spiel und der Kokos-Reis schaut vergnügt zu:-).
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Spicy Lauch-Pilz-Pfanne mit Tomaten

Der Professor meinte heute, er schaue mir gerne beim Kochen zu. Da wurde ich zuerst einmal etwas rot, was er aber nicht bemerkte. Beim Kochen bin ich eher etwas versunken. Höre fast immer Musik und da ist dieser Rhythmus beim Kochen. Alles vermischt sich.
In der Anfangszeit musste ich mich daran gewöhnen, alles mitzuschreiben. Ich bin ja eher ein Intuitiv-Kocher – zwar gut vorbereitet – aber auch eben intuitiv. Ich habe nicht chaotisch gesagt:-)
Damit Sie auch einmal sehen, wie ich das so mache, habe ich ein kleines Video gedreht. Davon wird es in Zukunft noch mehr geben, weil es mir Spaß macht. Das ist eine gute Voraussetzung:-)
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