Als ich vom Markt kam, stand Professor Caprese mit Luigi am Waschbecken und schälte die Schwarzwurzeln. Sie hatten beide Fäustlinge aus Wolle an. Caprese hatte irgendwo gelesen, dass man Schwarzwurzeln mit Handschuhen schälen soll. Das sah wirklich komisch aus. Nun ja. Die Schwarzwurzeln waren geschält. Ich klopfte beiden auf die Schulter und lobte sie. Caprese strahlte. Luigi pfiff ein Lied.
Es war wirklich ein sehr gelungenes Mittagessen.
Was gibt es heute bei Ihnen?
…
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Semmelriesen mit Estragon-Senf-Sauce und Möhren
Die Semmelriesen neu fotografiert. Alfons Schuhbeck hat sie schon gegessen. In Berlin gibt es einen Semmelriesen-Fanclub. Menschen, die sich regelmäßig treffen und dann Semmelriesen essen. Sie haben mir geschrieben.
Die Porzellanmarke Maxwell & Williams veröffentlicht sie zu ihrem 10jährigen Firmenjubiläum in einem Booklet.
Und ich mag sie sowieso – meine Semmelriesen. Wissen Sie, wie sie entstanden sind?
Also, das war so:
»Was der wohl so isst?« Professor Caprese schaute abwesend an mir vorbei. Ich folgte seinem Blick und sah einen riesengroßen Mann an einem Gemüsestand stehen. Er waren mindestens über zwei Meter groß. Er strahlte über das ganze Gesicht und sah sehr zufrieden aus.
»Ich denke, er ist ganz schön viele Semmelriesen«, entgegnete ich Caprese spontan und verkniff mir ein Lachen.
»Semmelriesen? Was ist das, Signor Grün? Das müssen Sie mir jetzt aber erklären.«
»Also, die macht man so: Für zwei Riesen nimmt man vier Brötchen vom Vortag. Trocken müssen sie sein. Zwei mittelgroße Zwiebeln und … « Der Professor und ich schlenderten den Markt auf und ab, und ich musste ihm alles genau erklären. Das war nicht ganz einfach, weil ich die Semmelriesen ja gerade erst erfunden hatte und sie selbst noch nicht kannte.
…
Ravioli mit Estragon-Zitronen-Sauce und Feldsalat
»Cappelletti«, hörte ich die Stimme von Professor Caprese aus der Ferne sagen.
»Cappelletti«, antwortete Luigi blechern.
»Cannelloni.«
»Cannelloni.«
»Orecchiette.« » Orecchiette …«
So ging das seit einer Stunde. Ich riss das Fenster des Kochlabors auf und rief ganz laut: »Professor, was machen Sie da?« Ich erschrak etwas vor meiner eigenen Stimme.
Der Professor Caprese erschien am Fenster und rief zu mir herüber: »Ich bringe Luigi die wichtigsten Pastanamen bei. Er nimmt an einem Wettbewerb in Neapel teil.«
Aha, das war also die Lösung. Wieder einer dieser Wettbewerbe. Luigi hatte schon viele Preise gewonnen – aber einen Pastawettbewerb für Roboter? Was sollte das sein?
Meine Gedanken verloren sich und bahnten sich einen Weg zum Thema Pasta. Ich dachte an Ravioli und machte mich gleich ans Werk.
Um ein Uhr saßen wir alle am Tisch.
Mit Hingabe aß Caprese 16 Ravioli und eine riesige Portion Feldsalat.
»Und diesen Pastawettbewerb? Den gibt es wirklich?« Die Frage beschäftigte mich.
Er nickte, schaute dabei aber nicht auf. Dieser Schwindler.
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