Normalerweise belege ich Pizza nur mit ausgewählten, klassisch italienischen Zutaten und Grünkohl gehörte bisher nicht dazu. Aber als ich beim Einkauf bemerkte, wie er mich so anblinzelte, da konnte ich nicht widerstehen.
Auf dem Heimweg dachte ich mir eine Gewürzmischung aus, italienisch-türkisch, mit Oregano, Majoran, geriebener Chilischote und Kreuzkümmel. Unbedingt sollten auch Olivenöl dazu, Saure Sahne, würziger Käse und Ricotta. Das würde den Professor verwirren. Was auch später der Fall war. Die Pizzaidee war für Caprese nicht gleich die ganz große Offenbarung, als ich ihm davon erzählte, aber als er die gebackene Pizza sah, strahlte er. Und als er sie kostete, war es ganz vorbei. Freude im Kochlabor:)
Was meinen Sie? Lust auf Grünkohlpizza?…
Rote-Bete-Salat mit einer Orangen-Kokosblütensirup-Vinaigrette, karamellisierte Kartoffeln und Feta

»Kann ich bitte noch etwas von dem Rote-Bete-Salat haben?« Caprese erstaunte mich. Ich hätte niemals gedacht, dass er Rote Bete mag. Er erzählte mir von seiner Tante Cinzia, die in Neapel in einem kleinen Theater als Schauspielerin gearbeitet hatte. »Eines Tages führten sie das Shakespeare-Stück ›Macbeth‹ auf. Da braucht man ganz schön viel Theaterblut. Bei der Premiere fehlte es. Jemand hatte vergessen, es zu bestellen. Da haben sie improvisiert und Rote-Bete-Saft genommen. Das funktionierte hervorragend. Aber es ging später nicht mehr aus den Kostümen. Ein Fiasko. Tante Cinzia kannte aber einen Trick, mit dem man die Rote Bete entfernen konnte. Ich glaube es war ….« Er hatte es vergessen, wollte aber noch einmal nachschauen.
Wir plauderten noch eine Weile über die faszinierende Knolle, die ihren Namen übrigens vom lat. beta (Rübe) hat.
…
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