Diese kleine Aprikosen-Käsetarte war heute unsere Wahl für den Nachmittagskaffee.
Noch etwas warm und mit Schlagsahne schmeckt er am besten.
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Diese kleine Aprikosen-Käsetarte war heute unsere Wahl für den Nachmittagskaffee.
Noch etwas warm und mit Schlagsahne schmeckt er am besten.
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Birnentarte Fleurus – mit Dinkel-Mürbeteig, Quark-Vanille-Crème, und einer Melange aus Aprikosenmarmelade und Kardamom
Die ist eine überarbeitete Version vom 29. Januar 2026
• Der Mürbeteig wurde komplett geändert. Er ist jetzt etwas dicker und keksiger.
• Der Quark jetzt Sahnequark 40% und anstatt 30 g nun 60 g
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»Heute habe ich in einem Café in der Innenstadt eine französische Birnentarte gegessen. Sie war köstlich.« Der Professor verdrehte verzückt die Augen. Ich wusste natürlich, was er wollte: Ich sollte diese Tarte nachbacken.
Er beschrieb mir den Aufbau der Birnentarte. Das war aber doch recht kompliziert. Ich konnte nicht erkennen, ob er etwas hinzudichtete – zum Beispiel die Stelle mit den Marzipanblumen – oder ob er einfach einiges vergessen hatte. Aber es klang interessant.
Er schwärmte immer weiter und ließ nicht locker.
»Okay, ich werde mir eine französische Birnentarte ausdenken, und wir werden sie Birnentarte Fleurus nennen.«
»Wie kommen Sie auf Fleurus? Das liegt doch in Belgien.«
»Ja, aber auch ein bisschen in Paris.«
Ich erzählte ihm von dem Buch »Paris – Ein Fest fürs Leben« (im Original »A Moveable Feast«). Das Buch beruht auf Notizen und Erinnerungen Hemingways an seine Pariser Jahre 1921–1926. Er schrieb die Texte allerdings erst zwischen 1957 und 1960. Es wirkt wie eine Reihe von Szenen aus seinem Pariser Leben, grob chronologisch geordnet, aber eher lose aneinandergereiht: sein Leben mit seiner Frau Hadley – arm, aber glücklich –, seine Arbeit als junger Schriftsteller, Cafés, Spaziergänge und Begegnungen mit anderen Autoren und Künstlern, vornehmlich im Salon von Gertrude Stein und Alice Toklas, die in der Rue de Fleurus Nr. 27 wohnten.
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Bei der Rezeptentwicklung gehe ich sehr unterschiedlich vor. Es kommt natürlich auch auf das Gericht an. Und auf die Tagesform. Das Wetter. Tatsächlich spielt das Wetter eine große Rolle. Der Sound, der in mir entsteht. Der Rhythmus. Meistens wird er von der Sonne bestimmt. Vom Licht im Kochlabor.
Bei dieser Tarte war es mir wichtig, dass sie nicht mit Hefe gebacken wird. Der Boden sollte kross und leicht sein. Die Vorteile von Mürbeteig mit Hefeteig sollten sich verbinden. Ich mag es, wenn Teig nicht so störrisch ist, wenn ich ihn auswalke. Ihr kennt das sicherlich. Dieses »Zurückschnarren«, wenn man ihn auswalkt. Zäng. Kommt natürlich auch auf das Mehl an. Ich verwende Dinkelmehl 630.
Der Belag mit gewürztem Sauerrrahm. Mit guter Schärfe.
Die Zucchinistücke mit Kräuteröl bepinselt. Fruchtige Datteltomaten, die ich sehr mag.
Die Belegung der Tarte in ungeordneter Symmetrie. Fast ein Widerspruch – aber meistens meine Lieblingsanordnung. Weicher Schafsfeta, der sich beim Backen bräunlich färbt.
»Was meinen Sie mit ungeordneter Symmetrie?« Der Professor stand, während ich durch die Ofenscheibe der Tarte beim Backen zuschaute, hinter mir. Er lächelte mich an.
»Habe ich etwa laut vor mich hingesprochen?« Eigentlich tat ich das fast nie.
»Ja.« Er nickte.
Ich nahm die Tarte aus dem Ofen. Schnitt sie gegen meine Gewohnheit noch im Blech an. Servierte sie. Auf einem Holzbrett. Es war alles genau so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Und doch besser anders.
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