Im Backofen frittierte Kartoffeln mit Estragonsauce und Salat mit einer Estragon-Orangen-Vinaigrette

BackofenkartoffelnGestern Nachmittag saß ich am offenen Kochlaborfenster, trank einen Espresso und aß ein Stück von meinem italienischen Orangen-Nusskuchen, da hörte ich plötzlich ein lautes Hämmern. Der Professor stand auf einer Leiter in seinem Vorgarten und versuchte ein Schild aufzustellen. Ich konnte zuerst gar nicht erkennen, was darauf geschrieben war. Dann aber doch: Haus und Roboter wegen sehr großem, unvorstellbar großem Heimweh zu vermieten. Melden Sie sich bei Prof. Caprese oder im Kochlabor von Herrn Grün.
Darauf konnte ich mir keinen Reim machen. Heimweh hatte Caprese ja öfters – aber sowas. Ich eilte aus dem Haus und zum Vorgarten des Professors.
»Was machen Sie da? Das Haus vermieten … und Luigi auch. Das geht nicht.«
Jetzt sah ich auch Luigi, den kleinen Roboter. Er saß auf der Haustreppe und sah ganz traurig aus. Ich musste dieses Spektakel beenden.
»Wenn Sie nicht sofort das Schild entfernen, werde ich niemals mehr für Sie kochen«, sagte ich, nahm Luigi an der Hand und ging mit ihm zurück zum Kochlabor.
Abends war das Schild weg. Caprese erschien mit einer Flasche Wein unter dem Arm. Entschuldigte sich bei mir und auch bei Luigi. Er versprach, nie wieder werde er … Alles täte ihm sehr leid. Aber das Heimweh und dieser Anruf.
Alles war vergessen und vorbei. Ich freute mich so und bereitete frittierte Kartoffeln zu, mit Estragonsauce und Salat mit einer Estragon-Orangen-Vinaigrette. Aber dieser Anruf, den der Professor erwähnte hatte …  Das machte mich doch sehr nachdenklich.
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Vegetarische Quiche

vegetarische QuicheUm 11.00 Uhr klingelte im Kochlabor das Telefon.
»Guten Tag. Signor Grün, wie wir wissen, betreiben Sie ein Kochlabor. Bereiten Sie auch manchmal eine Quiche zu? Also eine mit einem wundervollen Mürbeteig? Mit einer einfachen Füllung aus Saurer Sahne, frischem Schnittlauch, geriebenem Käse und…«
Der Professor hatte seine Stimme verstellt. Er imitierte einen französischen Akzent. Ich erkannte ihn aber trotzdem.
»Ja, das tue ich. Kommen Sie doch in einer Stunde vorbei, dann werde ich eine zubereitet haben.«
»Ja, gut«, hörte man es auf der anderen Seite. Noch ein Räuspern, dann wurde aufgelegt.
Ich las noch eine Weile in der Zeitung, dann fing ich an mit der Zubereitung unserer geliebten Quiche.

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Reis mit süß-saurer Sauce

Reis mit süß-saurer Sauce vegetarisch Als ich Professor Caprese von dem STARK Bamboo Fahrrad mit dem Bambusrahmen erzählte, war er hellauf begeistert.
Ich hatte uns Basmatireis mit süß-saurer Sauce zubereitet und während wir aßen, erzählte er mir folgende Geschichte, die er angeblich in einem Magazin gelesen hatte.

Eine Gruppe von Bauern hatte sich in den 70er Jahren unter der Leitung eines Ingenieurs in der Nähe von Saigon (heute Ho-Chi-Minh-Stadt – Anm. von Herrn Grün) zusammengetan, um eine kleine Fahrradfabrik zu gründen. Während die Halle gebaut wurde, kam es zu Einstellungsgesprächen. Man benötigte unter anderem Mechaniker, Händler und andere Fachleute.
Es bewarb sich auch ein Mann, der zu keiner der Ausschreibungen passte. Er hatte ein kleines Bambusgestell dabei, auf dem das Vorderrad eines Fahrrades mit Pedalen angebracht war.
»Was willst du mit dem Rad?«, fragte man ihn.
»Ich werde den Umsatz mindestens vervierfachen.« Er lachte.
Alle anderen lachten auch.
»Wie willst du das machen?«, fragten sie ihn.
»Ich sitze vor der Halle und drehe an dem Rad. Der Rest wird sich ergeben.«
Er wollte die ersten 3 Monate keinen Lohn nur jeden Mittag ein gut zubereitetes Essen. Er mochte einfache aber raffinierte Gerichte. Das war ihm wichtig.
Weil das keine große Investition war, stellten sie den Mann ein.
Als die Produktion begann, setzte er sich vor die Halle und drehte an dem Rad. Sonst tat er nichts.
Das sprach sich schnell herum und die Leute kamen von weit her – sogar mit Bussen – um den Mann zu sehen. Er war eine Attraktion geworden. Während die Leute ihn fotografierten, erzählte er nun auch von den hervorragenden Fahrrädern. Die Touristen waren begeistert.
Die kleine Fahrradfabrik wurde schnell immer größer und manchmal kam man mit der Produktion nicht mehr nach.
Der Radmann sitzt auch heute noch am selben Platz. Jeden Mittag bekommt er ein köstliches Gericht. Und mittlerweile auch einen sehr hohen Lohn.
Natürlich hatte der Professor diese Geschichte erfunden. War ja klar. Aber ich finde sie trotzdem herrlich. Und: Ich werde diese Woche noch ein weiteres asiatisches Gericht kochen – für den Radmann und das schöne Projekt von STARK Bamboo Bike, die in Vietnam Fahrräder in einem sehr schönen und Non Profit Project produzieren lassen.
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Der Herr Grün Shop

Herr Grün ShopHerr Grün kocht wurde am 1. Juli 2016 drei Jahre alt. Zu diesem Anlass hat er sich einen Shop ausgedacht. »Das Angebot ist noch übersichtlich«, meint sein Nachbar Professor Caprese und schmunzelt.
Im Kochlabor hat sich in den letzten drei Jahren viel getan. Herr Grün hat nicht nur ganz viele vegetarische und vegane Rezepte entwickelt, sondern auch zwei Bücher. Das Kochbuch «Rezepte und Geschichten aus dem Kochlabor« und ein Buch mit seinen berühmten Foodfantasien »Kleine Kunstwerke aus Gemüse«.
Viel Spaß beim Einkaufen. Und: Schauen Sie doch ab und zu vorbei. Sicherlich gibt es bald auch weitere Herr Grün Produkte.

Zum Herr Grün Shop.

Pain au chocolat ganz einfach selber backen

Pain au chocolat selber backenHeute gab es zum Nachmittagskaffee Pain au chocolat. Die hatte sich der Professor gewünscht. Die Pains werden aus Plunderteig gemacht. Das ist eine Mischung aus Hefeteig und Blätterteig. Ich musste also nur meinen schnellen Blätterteig mit einem Hefeteig kombinieren. Ich experimentierte eine Weile im Kochlabor. Ich wollte sie nicht so zuckrig, buttrig und blättrig. Lieber außen schön kross und innen fluffig.
»Oh oh.« Der Professor roch an einem noch warmen der frischgebackenen Pains und fächelte sich den Duft zu. Dann biss her hinein. Dieser Blick. Er belohnte mich für meinen Aufwand. Caprese strahlte.
„Signor Grün, wissen Sie, wie die Pains au chocolat entstanden sind?«
Ich wusste, dass nun wahrscheinlich eine erfundene Geschichte folgen würde. Aber ich liebte das.
Caprese erzählte von Bulba, einem französischen Bäckerlehrling, der im Sommer 1889 seine Lehrzeit in einer Bäckerei auf der Ile de Ré begonnen hatte.

»Damals war die Atlantikinsel noch nicht mit dem Festland verbunden. Sehr romantisch. Heute haben sie eine Brücke. Schade. Bulbas Chef musste plötzlich für einige Tage ans Festland. Der Lehrling sollte die Bäckerei alleine weiterführen. Eine morgens hatte er zuviel Croissantteig angesetzt. Also fing Bulba an zu spielen. Das Ergebnis waren die Pains au chocolat. Sie wurden ein Renner auf der Insel und verbreiteten sich schnell über das Festland in ganz Frankreich.«

Ach, war das schön. Dieser Lehrling. Wie kreativ er gewesen war. Das gefiel mir sehr gut.
Haben Sie auch Lust auf Pain au chocolat? Die kann man ganz einfach selber backen.

Das Rezept für die Pains au chocolat wurde von Thomas Grimme und dem Team Bleywaren aus Cloppenburg gesponsert. Die lieben Tradition und finden die Geschichte von Professeor Caprese bestimmt auch super. Bleywaren – ist ein Traditionsunternehmen seit 1827. Bleywaren hat exzellente und sehr solide Produkte, von denen ich auch selber einige nutze. Besuchen Sie also gerne die Bleywaren-Website. Ich kann es wirklich empfehlen. Vielen Dank und viele Grüße vom Kochlabor-Team nach Cloppenburg.
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