

»Sehr minimalistisch.« Der Profesor betrachtete die Zucchinschaumcreme mit den geschmorten Zucchinstreifen. Die Zucchini aus seinem Garten.
»Und eine Augenweide«, fügte er hinzu.
Ich nickte bestätigend.
Es war eine Vorspeise.
Der Geschmack überzeugte uns sehr. Cremig. Schaumig. Locker. Mit diesem Röstgeschmack. Knoblauch und Rosmarin – und ein Hauch schwarzer Pfeffer.
Zutaten für zwei Portionen
Anmerkung: Dieses Gericht ist eher als Vorspeise gedacht
500 g Zucchini für die Schaumcreme (Ich verwende BIO-Zucchini – sie schmeckt einfach intensiver. Oder verwenden Sie die aus Ihrem Garten – noch besser).
200 ml Gemüsebrühe
ca. 70 g Zucchini für die Streifen
1 Knoblauchzehe
1 Stengel Rosmarin (ca. 10 cm)
20 g Butter
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Zubereitung
Die 500 g waschen, in Würfel schneiden und in einen Topf mit ca. 20 cm Durchmesser geben.
Die Gemüsebrühe dazugeben und ca. 5 Minuten kochen lassen. Die Zucchinistücke sollen weich und gut pürierbar sein.
Den gesamten Topfinhalt in einen hohen Becher geben und fein pürieren.
Dann den Becherinhalt durch ein Haarsieb in eine Schüssel geben. Ich drücke immer mit einer Suppenkelle etwas nach.

Den Schüsselinhalt wieder in den (gesäuberten) hohen Becher geben und zur Seite stellen.
Die Zucchini in Streifen schneiden. Ca. 7 cm x 1/2 cm.
Die Koblauchzehe in Würfel schneiden.
Den Rosmarin feinhacken.
Butter in einer kleinen Bratpfanne zerlassen.
Die Zucchinstreifen, die Knoblauchwürfel und die feingehackten Rosmarin dazugeben.
Alles etwas anbraten, bis es leicht bräunlich ist. Leicht pfeffern.
Finish
Den Becherinhalt mit der Zucchinicreme mit dem Pürierstab aufschäumen. Dabei den Quirl leicht unter die Oberfläche halten, so kommt am meisten Luft in die Creme.
Die Creme auf einen Teller oder einen Suppenteller geben.
Obenauf den Pfanneninhalt mit den Zucchinistreifen.
Spätsommergrüße aus dem Kochlabor
Herr Grün

Jeanette Hofmann meint
Lieber Herr Grün, danke für die guten Rezepte. Wäre es vielleicht denkbar, den ungefähren Zeitbedarf für einzelne Rezepte anzugeben? Für mich wäre das sehr hilfreich. Mit freundlichen Grüßen, Jeanette Hofmann
Herr Grün meint
Liebe Jeanette Hofamnn,
vielen Dank für Ihre Nachricht. Ich kann gut verstehen, dass eine ungefähre Zeitangabe bei der Planung hilfreich wäre.
Allerdings habe ich festgestellt, dass Menschen beim Kochen in sehr unterschiedlichem Tempo arbeiten. Was bei dem einen in 20 Minuten erledigt ist, dauert bei jemand anderem vielleicht 35 oder 40 Minuten. Deshalb tue ich mich mit solchen Zeitangaben etwas schwer – sie können schnell Erwartungen wecken, die dann mit der eigenen Kochwirklichkeit gar nicht übereinstimmen.
Ich hoffe, Sie haben dafür Verständnis und weiterhin viel Freude mit den Rezepten aus dem Kochlabor. 🙂
Viele Grüße
Herr Grün