Gegen Mittag klingelte es an der Tür. Es war Professor Caprese. Er stand da mit einem Hut auf dem Kopf und einem Koffer in der Hand. Merkwürdigerweise hatte er einen dicken Pullover an.
»Was ist los? Wo wollen Sie hin?« fragte ich erstaunt, hatte aber schon so eine Ahnung.
»Ich muss weg. Ich fahre mit Lucinda nach Apulien. Der Sommer in Hamburg. Sie wissen schon.« Er schaute mich fragend an, als wolle er meine Erlaubnis.
Lucinda war sein Wagen. Ein uralter, klappriger Renault, an dem er sehr hing.
»Kommen Sie doch zuerst einmal herein. Es eilt ja nicht.« Ich versuchte Zeit zu gewinnen. Ein Sommer ohne Caprese war ein Verlust. Ich konnte ihn ja gut verstehen. Seit Tagen nur Regen. Es war recht kühl.
»Möchten Sie noch einen Teller Pasta, bevor Sie abreisen? Penne Rigate mit frischem Basilikum und Knoblauch. Steht gerade auf dem Herd.«
Er setzte seinen Hut ab und schnaufte. Ich servierte ihm die Pasta.
Danach tranken wir schwarzen Kaffee. Aßen ein Stück Mandelkuchen. Er erzählte von seinem Cousin Fido, der in Apulien wohnte und ihn eingeladen hatte. Später schlief er ein. Saß da, im Sessel mit seinem dicken Pullover.
Ich musste mir etwas einfallen lassen. Neue Gerichte. Auf keinen Fall durfte er nach Italien. Italien. Ach. Sonne. Vielleicht sollte ich auch…
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Rote Paprikafilets und Couscous mit feuriger, grüner Sauce nach Tante Patu
Heute war es sehr heiß. Professor Caprese hatte im Kochlabor einen großen Ventilator aufgestellt. Luigi hatte mehrere Papierstreifen am Ventilatorgitter angebracht, die lustig herumflatterten. Er lachte und zappelte herum.
Ich hatte rote Paprikafilets vorbereitet und die Sauce von Capreses Tante Patu, die in Tunis lebt und ihm das Rezept zugeschickt hatte.
Also – ein sonniger Tag und ein feuriges Essen. Wir lieben das im Kochlabor. Sie doch auch – oder?:)
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Orientalische Rolls mit Couscous, pikanter Orient-Sauce und Minz-Tomaten-Salat

Professor Caprese hatte Luigi zu einem Roboter-Kongress nach Marokko mitgenommen. Seit der kleine Roboter zurück war, malte er im Kochlabor stundenlang orientalische Gerichte. Dutzende von Zeichnungen. Wunderschön. Das Kochlabor war allerdings übersät damit. Ich schaute mir einige davon abends, nach dem Aufräumen des Kochlabors, einmal genau an. Ein Gericht gefiel mir besonders gut. Heute habe ich es nachgekocht. Obwohl Luigi ja nichts essen darf, war er begeistert. Das Malen hat er nun eingestellt. Da bin ich auch etwas froh.
Haben Sie Lust auf ein orientalisches Gericht?
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