
»Könnten Sie Rosenkohl nicht einmal futurisieren, Signor Grün?«
Mit dieser Frage des Professors wurde in meinem Kopf eine Lawine ausgelöst.
Ahoi ! Hier ist also der Vorschlag – italienisch und mit Schärfe und rosenkohlig, frikadellig, tomatig, fruchtig, italienisch kräuterig.
…

Die Dramaturgie beim Zubereiten einer Suppe hat mich schon immer fasziniert. Die Zutaten werden schrittweise in den Topf gegeben. Dann folgt eine Kochphase, in der sie sich, oftmals ein bisschen wild, miteinander bekanntmachen. Danach folgt eine ruhigere Phase – im Falle dieser Kartoffel-Lauch-Suppe nach dem Pürieren. Alles verlangsamt sich. Die Hitze wird etwas heruntergedreht, damit nicht wie bei einem Vulkanausbruch heiße Blasen Suppe aus dem Topf geschleudert werden. Der dann zugegebene Grauburgunder wirkt auf die heiße Suppe ebenso beruhigend wie die Crème double, die die Aromen von schwarzem Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuss verstärkt.