Gebratener Kürbis mit Pflaumen-Curry-Sauce und grünen Linsen

Hokkaido KürbisUm 11.30 Uhr klingelte das Telefon. »Signore Grün, was machen Sie gerade?«
»Hokkaido.»
»Oh – Sport. Das hätte ich Ihnen gar nicht zu getraut. Und was gibt es zu essen? Wenn ich so unverblümt fragen darf.«
»Hokkaido mit Pflaumen-Sauce und grünen Linsen.«
Ich muss zugeben, ich war etwas wortkarg. Klang unfreundlich. Das wollte ich gar nicht. Aber ich hatte mich am Ofen verbrannt und drei Töpfe waren mir scheppernd auf den Boden gefallen. So einer dieser Tage, an denen ich eigentlich gar nicht kochen sollte.
»Sie sind herzlich eingeladen. Tut mir leid, wenn ich etwas kurz angebunden bin.«
Er kicherte etwas. »Ist okay. Ich bringe Panforte mit und Luigi.« »Ja.«
Ich freute mich. Die Laune stieg. Caprese und Luigi waren immer sehr unterhaltsam.


Zutaten

1 Hokkaido Kürbis (davon soviel Sie möchten – bei mir reichte ein halber)
8 reife, große Pflaumen
150 g grüne Linsen
Olivenöl
2 TL scharfes Curry
frischer Thymian (getrockneter geht zur Not auch)
30 g Rohrohrzucker
15 g Butter
etwas Wasser
Salz, frischer Pfeffer

 

Zubereitung

Sauce

Zucker, Butter und Wasser in eine gut erhitzte Pfanne. Wenn Sie hellbraune Blasen sehen, geben Sie bitte die geviertelten Pflaumen hinein. Kurz bei hoher Hitze köcheln lassen. Dan herunterdrehen und bitte Deckel darauf. Alles circa 5 Minuten köcheln lassen. Dann mit Curry, Thymian, Salz und Pfeffer abschmecken. Vielleicht noch einen Tick hinzugeben (wenn zu dickflüssig) und auf jeden Fall 1 EL Öl. Kurz noch etwas köcheln lassen. Dann zur Seite stellen.

Die Linsen nach Packungsanweisung kochen. Wenn sie fertig sind fertig, bitte Deckel drauf und zur Seite stellen.

Den Kürbis halbieren. Die Kerne und das Weiche entfernen. In Scheiben schneiden und die Schale entfernen. Mit ausreichend Olivenöl in einer gut erhitzten Pfanne anbraten. Schon während des Bratens salzen und pfeffern. Die Stücke sollen außen schön knusprig und innen weich sein. Zum Testen einfach ein oder zwei Test-Stücke dazulegen.

Kurz vor dem Servieren die Soße erhitzen. Alles relativ fix auf die Teller und guten Appetit.

Ich bin gespannt, wie Ihnen meine erstes Kürbisgericht schmeckt.

Viele Grüße von Herrn Grün

Kommentare

  1. Ute meint

    Spannendes Rezept. (überhaupt – spannende Seite, ich sabbere gerade).

    Hokkaido nehme ich immer so gerne, weil der so schön quietschorange ist und man die Schale eigentlich nicht abmachen muss. Ob das hier auch geht?

    Gruß,

    Ute

  2. Alex meint

    Ihre Seite habe ich schon öfters durchstöbert und ich habe schon sehr oft geschmunzelt aber hier gehts ja ums kochen 🙂 und jetzt werde ich endlich dieses leckere Rezept nachkochen. Könnte glatt von mir sein 🙂
    LG Alex

  3. Andrea meint

    Das Gericht klingt super, das werde ich unbedingt nachkochen, ich hoffe jedoch ohne Küchenunfälle, oder gehören die zum Rezept? Grüße von Andrea

    • Herr Grün meint

      Liebe Andrea! Küchenunfälle kommen immer mal wieder vor, sind aber nicht Teil des Konzeptes:)) Viele Grüße von Herrn Grün

  4. Brigitte meint

    Habe das Rezept heute nachgekocht (musste natürlich leider zu der Jahreszeit auf außerländliche Pflaumen zugreifen.)

    Habe es als kleine 1. Vorspeise serviert, wie man so gerne sagt als “kleinen Gruß aus der Küche”.

    Kam supergut an. Hätte ich nicht schon Diverses andere vorbereitet gehabt, hätten meine Gäste wohl den Rest (ich hatte die doppelte Portion vorbereitet) gegessen und wären alleine damit schon höchst zufrieden gewesen.

    Danke für das Rezept!

    • Herr Grün meint

      Liebe Brigitte! Ah – das freut mich. Vielen Dank für den netten Kommentar:) Anstatt Pflaumen kann man auch gut eingelegte Pfirsiche oder Aprikosen verwenden. Viele Grüße von Herrn Grün

  5. Michael meint

    Pflaumen und Kürbis habe ich bisher nicht in Verbindung gebracht. Aber zum Allrounder Kürbis passen ja viele fruchtige Zutaten. Ich habe mal Cranberries probiert. Super.

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