
Wenn die Sonne scheint, verändert sich der Professor auf wundersame Weise. Er schaut irgendwie anders aus und er redet auch anders. Ein Phänomen, das viele von Ihnen sicherlich auch schon an anderen Menschen beobachtet haben.
In Sonne und Zufriedenheit getaucht, sitzt er mir gegenüber am wackeligen Klapptisch in seinem Garten und plaudert mit mir über Urlaube, Apulien, was er gerade liest, über Affogato mit Pistazieneis und wie er den Garten bald umgestalten wird. Zwischendurch riecht er an den Salbeiblättern, die auf dem Tisch liegen.
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Spaghettini mit einem selbst hergestellten Orangen-Fenchel-Öl

Spaghettini mit einem selbst hergestellten Orangen-Fenchel-Öl
Im Kochlabor experimentiere ich oft mit Ölen und Gewürzen bzw. Kräutern. Außerdem mag ich Spaghettini (dünne Variante von Spaghetti) sehr gerne.
Das Orangen-Fenchel-Öl ist leicht zuzubereiten. Allerdings sollte es schon 2 Tage am Fenster stehen. Zwischendurch wird es geschüttelt.
Das Öl hat ein dezentes Aroma – also nicht zu fenchelig und orangig – das war mir wichtig.
Ich glaube es schmeckt zu vielen Gerichten – zum Beispiel mit gekochten Kartoffeln mit Quark oder … Ihre Kreativität zeigt den Weg:-)
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Curry-Spinat mit Linsen auf selbstgemachten, extrabreiten Pappardelle
Curry-Spinat mit Linsen auf selbstgemachten Pappardelle
Dieses Gericht wirkt zuerst einmal etwas komplex – ist aber ganz einfach zu kochen.
Der Professor liebt es und hat gleich ein Bild an seine Cousine Valentina, die in Montecchio wohnt, geschickt. Sie will es nun beim nächsten Dorffest kochen. Sagt sie.
»Sie wird es wirklich beim nächsten Dorffest kochen?« Ich war neugierig. Das Fest wird Ende Oktober stattfinden und ist weit über Montecchio hinaus bekannt.
»Sie sagt, es sei ganz sicher. Also wahrscheinlich macht sie es«, meinte Caprese.
»Sie sagt, es sei ganz sicher und meint wahrscheinlich?« Ich hakte aber nicht weiter nach.
Ganz sicher hieß tatsächlich wahrscheinlich in manchen Fällen sogar vielleicht.
Vielleicht hieße: Sie macht es nicht. Und wenn Sie sagen würde, dass sie es nicht kocht, heisst es wahrscheinlich doch.
Wie auch immer. Von diesem Gericht blieb nichts mehr übrig. Der Professor meinte sogar, dass ich ruhig hätte mehr kochen können. Also mindestens fünf Portionen. Eine für mich und vier für ihn. Davon eine zum Mitnehmen – man müsse ja nicht übertreiben. Er lächelte mich verschmitzt an. Es war ein Kompliment – da bin ich mir ganz sicher.
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