Französisches Baguette selber backen

Baguette selber backenDie Franzosen haben so einen einzigartigen Stil, für den ich sie sehr bewundere. Zu den Bildern, die ich nie missen möchte, gehört ein französisches Frühstück am Place d’Italie. Ein Stück Baguette, etwas Butter, Marmelade, un petit café. Die Menschen gehen vorbei. Ich mag diese roten Markisen. Die typischen Korbstühle. In Frankreichnähe aufgewachsen, war ich schon immer fasziniert vom »Flitt« (= Flûtes), wie die Saarländer sagen. In den letzten Wochen suchte ich nach einem Rezept, mit dem man dem französischen Baguette am nächsten kommt. Und da ich so ungeduldig bin, wollte ich auch nicht viele Stunden mit der Zubereitung verbringen. Ich entdeckte das Rezept der unglaublich begabten Aurélie Bastian und wusste: Ich habe es gefunden. Nachfolgend also das Rezept. Schritt für Schritt nachgebacken. Einziger Unterschied: Ich habe frische Hefe verwendet und etwas mehr. Den Link zu Aurélie natürlich am Ende der Vorführung.
Aber nun zu meinem Ergebnis.

Zutaten für ein großes oder zwei kleine Baguettes

250 g Mehl Typ 550 (ganz wichtig – nur diese Mehlsorte)

160 ml handwarmes Wasser

10 g frische Hefe

1 TL Salz

etwas Zucker



Zubereitung

1. Geben Sie das Mehl und das Salz in eine Schüssel. Bilden Sie eine kleine Kuhle in der Mitte. Geben Sie die zerbröckelte Hefe in die Kuhle und gießen Sie 50 ml handwarmes Wasser darüber. Geben Sie eine Prise Zucker darüber. Nun wischen Sie das Mehl über die Kuhle, sodass die Hefe und das Wasser zugedeckt sind. Lassen Sie diese Mischung circa 10 Minuten gehen. Dann etwas mit einem Löffel vermischen. Danach vermengen Sie die Mischung vorsichtig mit der Hand und geben immer mal von dem handwarmen Wasser hinzu. Verkneten Sie den Teig vorsichtig zu einem Kloß. Zum Schluss etwas bemehlen. Legen Sie den Teigkloß auf ein Brett. Decken Sie ihn mit einem feuchten Tuch ab und lassen ihn für 1 Stunde an einem warmen Ort gehen.

2. Legen Sie den Teig auf eine leicht bemehlte Fläche, und kneten Sie ihn gut 5 Minuten kräftig durch. Dann drücken Sie ihn etwas flach zu einem Quadrat.
Nun falten Sie ihn so wie in der Bilderfolge dargestellt:

A) Linke Ecke umklappen

Baguette selber backen

B) Rechte Ecke umklappen

DSC08167

C) Linke untere Ecke umfalten
Baguette backen

D) Übrig gebliebene Ecke umfalten

Baguette backen

Stellen Sie sich einfach vor, Sie würden einen Briefumschlag aus einem quadratischen Blatt Papier falten. Und: Entspannen Sie sich. Einatmen. Ausatmen. So genau muss es nicht sein. Das Baguette wird auch so super:)

3. Nun lassen Sie den so gefalteten Teig wieder für 20 Minuten zugedeckt mit dem feuchten Tuch  gehen.

4. Nicht kneten! Drücken Sie ihn nur vorsichtig auf einer bemehlten Arbeitsfläche flach zu einem Quadrat. Falls er zu klebrig ist, können Sie ihn ruhig etwas mit Mehl einreiben. Falten Sie den Teig wieder wie unter 2. gezeigt.

5. Nun lassen Sie das so gefaltete Teigpäckchen wieder für 20 Minuten zugedeckt  gehen.

6. Nicht kneten! Drücken Sie ihn nur vorsichtig auf einer bemehlten Arbeitsfläche flach zu einem Quadrat. Falls er zu klebrig ist, können Sie ihn ruhig etwas mit Mehl einreiben. Falten Sie den Teig wieder wie unter 2. gezeigt.

7. Nun lassen Sie das so gefaltete Teigpäckchen wieder für 20 Minuten zugedeckt gehen.

Okay – Sie haben den Teig nun dreimal gefaltet und dreimal gehen lassen.

8. Nun rollen Sie auf einer Arbeitsfläche den Teig zu einem Strang (oder zu zwei Strängen. Ich habe beides ausprobiert und mag die kleine Form einen Tick lieber). Anmerkung: Sie sollten sich unbedingt ein Baguetteblech anschaffen (siehe Foto). Es kostet circa 15 Euro. Die Anschaffung lohnt sich auf jeden Fall, weil das Baguette so eine schöne Form enthält und aufgrund der Löcher (siehe Abbildung) auch ausreichend mit Wasserdampf versorgt wird, wodurch es seine krosse Kruste erhält.

Baguette backen

9. Legen Sie den Teigstrang (oder die beiden Stränge) in die Baguetteform, und decken Sie diese wieder mit einem feuchten Tuch ab. Lassen Sie es noch einmal 15 Minuten gehen.

10. Heizen Sie den Backofen auf 240 Grad (Umluft) vor und stellen Sie in den unteren Herdbereich eine Auflaufform oder ein Blech mit Wasser. Durch den Wasserdampf wird das Baguette außen schön kross.

11. Schneiden Sie das Baguette drei- bis viermal quer ein. (siehe Abbildung fertige Baguettes). Besprühen Sie das Baguette etwas mit Wasser oder bestreichen Sie es leicht mit Wasser mit Hilfe eines Pinsels. Stellen Sie das Baguetteblech auf einen Rost (mittlere Schiene). Die Backzeit betrug bei mir für die beiden kleinen Baguettes circa 15 Minuten. Das große benötigte ein bisschen länger -> circa 20 Minuten.

Alternativ zu 11. Streichen Sie das Baguette nicht mit Wasser ein, sondern bemehlen Sie es etwas. Das ergibt einen neuen Effekt:) Sie werden es sehen. Keine Angst, das Mehl verbrennt nicht.

Okay. Das war es. Ich bin begeistert. Das Rezept ist genial, weil es in relativ kurzer Zeit ein Ergebnis brachte, das ich nicht für möglich gehalten hatte. Das Baguette duftet herrlich. Es hat eine schöne Farbe, ist außen kross und innen schön fluffig. Es schmeckt ganz frisch am besten. Mit Butter und einer hervorragenden Erdbeermarmelade ein Traum. Un petit déjeuner fantastique.

Mit dem Rezept können Sie natürlich auch kleine Ficelle backen. Das habe ich gemacht. Schauen Sie doch mal hier.

Oder vielleicht haben Sie Lust auf italienische Brötchen. Das Rezept finden Sie hier.

Vielen herzlichen Dank an dich, Aurélie. Du hast mir mit diesem Rezept eine große Freude gemacht.

Hier kommt ihr zu Aurélie, die ich von hier aus herzlich grüße:)

Baguette selber backen

Herr Gruen backt französisches Baguette

 

Tipp: Kennen Sie auch schon das Dinkel-Weizen-Baguette? Oder Herr Grüns italienische Brötchen oder die schnellen Pastabrötchen?

Italienische Brötchen einfach selber backenSchnelle BrötchenDinkelWeizenBaguette

Gutes Gelingen. Bonne chance. Und falls Sie Fragen haben … gerne.

Viele Grüße

Herr Grün

Kommentare

  1. Herr Grün meint

    Liebe Melanie! Das stimmt, das Baguette de tradition sieht hervorragend aus. Ich hatte mich für das Baguette von Aurélie Bastian entschieden, weil mir die relativ geringe Zubereitungszeit zusagt und es auch keine großen Gärlöcher besitzt. Es ist außen kross und innen schön fluffig. Ich kann die Butter oder Margarine und die Marmelade gut verstreichen, ohne dass sie in den Löchern verschwindet. Ein praktischer Auswahlgrund also. Und: Ich war erstaunt, wie nahe es dem Baguette kommt, das ich aus Frankreich kenne. Ich bin sehr zufrieden. Auch heute morgen schmeckte es noch sehr gut. Bestimmt werde ich das Baguette de tradition mal ausprobieren. Neugierig bin ich schon. Viele Grüße und danke für den Tipp – Herr Grün

    • Gabi meint

      Das Rezept ist genial, das Baguett schmeckt einfach köstlich. Ich werde ab sofort immer selber backen und nur in Ausnahmefällen Baguette kaufen. Aber ich nehme die doppelte Menge und backe zwei größere, die sind im Nu gegessen. Die Zubereitung ist auch kein Hexenwerk und macht außerdem noch Spaß. Auf den guten Rat hin habe ich mir ein Baguettebackblech gekauft, da bekommen sie eine sehr schöne Form. Das Auge ißt ja schließlich auch mit.

      • Päätsmarie meint

        Hallo liebe Gemeinde,
        ich hatte mir das Baguetteblech auch gekauft und war begeistert- als noch bessere Variante aber stellt sich ein vom Material her gleiches , aber ebenes “Brötchenblech “heraus. Man bekommt mehr Flutes oder Baguetts drauf und von allem kann man phantastisch Pizza u.ä. darauf backen und man spart auch noch die lange Vorheizzeit bei Schamott oder Pizzasteinen. Ansonsten freue ich mich über die Entdeckung dieser phantastischen “grünen” Seite.

  2. Nina meint

    Hallo Herr Grün,
    das Baguette sieht köstlich aus.
    Eine Frage zum Rezept hätte ich dennoch: fällt, wenn ich das im Rezept richtig lese, bei der über-Nackt-Kühlschrank-Variante das Falten und mehrfach gehen lassen des Teiges weg? Liebe Grüße, Nina

    • Herr Grün meint

      Liebe Nina! Der Teig muss immer gefaltet werden, damit die Baguette richtig gut werden. Es ging mir bei der ‘Über-Nacht-Variante’darum, dass Sie morgens nicht so viel Arbeit haben.
      Also: abends teig vorbereiten und auch falten – und dann morgens nur noch backen. Viele Grüße von Herrn Grün

      • Nina meint

        Viele Dank für die aufschlussreiche Antwort.
        Eines ist mir noch dennoch weiterhin unklar: Fällt das erneute gehen lassen nach dem Falten denn dann durch die längere Gehzeit über Nacht weg oder ist das auch noch nötig? Viele Grüße! Nina

        • Jenny meint

          Hallo Herr Grün, bin gestern auf diesem Blog gelandet und möchte gern sofort dieses Baguette machen. 2 Fragen dazu:

          – Ein Kommentar fragt nach der Zubereitung mit “Teig über Nacht ziehen lassen” … ich mag blind sein aber ich lese davon nix! Wie funktioniert das? Wir möchten es nämlich morgen Abend essen und ich kann es aber nur heute machen… Also alles wie beschrieben und vor dem Falten quasi bis morgen in warme Ecke, oder in den Kühlschrank? Und dann morgen quasi nur noch Falten und ab in den Ofen?

          – Was mache ich denn wenn ich jetzt keine Baguetteform auftreiben kann? Zerläuft mir das total oder ist es nur formmäßig nicht ganz so 1A-Plus-Perfekt wie oben auf dem Bild 😉 ? Damit könnte ich nämlich gut leben!

          – Was für ein nasses Tuch nehme ich denn, was ich in den Backofen stecken kann? Ein Geschirrtuch kann ich da doch nicht reintun, oder? Sorry, für die dumme Frage, aber ich bin noch nie in Verlegenheit geraten, eine Textilie in den Ofen zu legen 😀 …

          Ich wäre sehr sehr dankbar für Antworten, Herr Grün. Ihr Blog ist wirklich sehr interessant und ich werde wahrscheinlich – auch als Nicht-Vegetarierin – einiges ausprobieren!

          Beste Grüße
          Jenny

          • Herr Grün meint

            Liebe Jenny!

            Die ‘Über-Nacht-im-Kühlschrank’-Variante habe ich entfernt, weil die Qualität doch etwas leidet und das Ergebnis nicht 100% so ist, wie ich es gerne hätte.
            Machen Sie das Baguette doch ruhig abends und verkürzen Sie die Schritte etwas. Also: 10 Minuten zwischen den Faltzeiten. Das ist zwar nicht optimal, aber das Baguette schmeckt schön frisch.
            Ein Baguette-Blech ist natürlich super und bringt das Baguette schön in Form – aber es geht auch so. Das haben schon einige Herr-Grün-Leser ausprobiert.
            Ein feuchtes Tuch muss nicht in den Herd. Das steht nicht im Rezept. Sie meinen wohl: Den Teig beim Gehen mit einem feuchten Tuch abdecken, damit er nicht trocken wird.
            In den Herd kommt aber eine Schale (Auflaufform) mit Wasser, damit das Baguette eine schöne Kruste bekommt.

            Ich hoffe, ich konnte Ihnen helfen.

            Viele Grüße und einen vergnüglichen Abend
            wünscht Herr Grün:-)

  3. Sandra meint

    Knusprig! Kross! Lecker!
    Tolles Rezept, gute Anleitung und wunderbares Ergebnis.
    Herrliches Baguette – viele Dank dafür!

    Sandra

    • Julia meint

      Ich kann mich all denen anschliessen die es schon probiert haben und begeistert sind :-).
      Mit der Baguetteform funktioniert es super.Habe das Rezept auch schon mit weniger Salz ausprobiert,so dass ich es mit Marmelade essen konnte.
      Mich würde nur noch interessieren was die Falttechnik bewirkt.Warum nicht einfach den Teig in einer Schüssel gehen lassen?

  4. nelamam meint

    ich würde das Rezept gerne testen stehe aber vor dem Problem das ich nur Dinkelmehl nehmen darf- welches bietet sich da an?
    Danke schon mal im vorraus
    nelmama

    • Herr Grün meint

      Hallo!
      Mh – also es könnte sehr trocken werden. Das Baguette am Anfang, in der Mitte und zum Schluss bitte mit Wasser einsprühen – dann könnt es klappen.
      Viele Grüße von Herrn Grün

  5. Mary Guhde meint

    Endlich wieder tolle vegetarische Rezepte danke Herr Grün für diese tolle Seite. Ich schaue jeden Tag rein. Kann nicht mehr ohne DICH! 🙂
    LG Mary

  6. Sabi meint

    Das Baguette schmeckt fantastisch. Es erinnert mich an den Film Ratatuille. Außen kross und innen fluffig. Ich habe testweise die Baguettes eingefroren. Auch nach dem Auftauen und kurz im Backofen aufgewärmt, schmeckt es wie frisch. Ganz tolles Rezept.

  7. Liliana meint

    Hallo, Herr Grün!

    Lieben Dank erst einmal für das tolle Rezept!
    Ich muss gestehen, dass mir dieses auch lieber ist als das de tradition. Die großen Löcher sind nicht so mein Fall.
    Aber eine Frage habe ich: Geht das Baguette, dass Sie hier vorgestellt haben, auch mit Dinkelvollkornmehl? Ich möchte auf Weizenmehl verzichten, da ich dadurch leider viele Probleme habe.

    Liebe Grüße,
    Liliana

    • Herr Grün meint

      Liebe Liliana! Das Baguette wird mit Dinkelvollkornmehl außen sehr hart. Ich werde das aber noch weiter testen. Haben Sie bitte noch etwas Geduld:) Viele Grüße von Herrn Grün

  8. Angelika meint

    Hallo, hier Angelika…
    bin durch Zufall auf diese tolle Seite gestoßen.
    Ich würde gern das Baguette backen, versteh aber nicht, was gemeint ist mit “zu einem Strang drehen”. Um die eigene Achse drehen?
    Würde mich über eine Antwort sehr freuen.
    Herzliche Gruß
    Angelika

    • Herr Grün meint

      Liebe Angelika! Stimmt – das kann unter Umständen zu Mißverständnissen führen. Deshalb habe ich jetzt ‘drehen’ mit ‘rollen’ ausgetauscht. Der Teig wird also nicht um die eigene Achse gedreht, sondern nur zu einem Strang gerollt. Versteht man es so? Danke und viele Grüße von Herrn Grün

  9. Elisabeth meint

    Hallo Herr Grün,
    vielen Dank für das tolle Baguette-Rezept .
    Habe es heute zum erstenmal gebacken und es ist sehr lecker, außen
    knusprig, innen schön weich und luftig.
    Es wäre toll, wenn Sie noch andere Brotrezepte hätten.
    Ich suche schon lange nach einem guten, schmackhaften Olivenöl ,hätten
    Sie da vielleicht einen Tipp??
    Gruß Elli

    • Herr Grün meint

      Liebe Elisabeth! Schön:) Das freut mich. Haben Sie auch schon die Brötchen-Rezepte gesehen? Ich werde in Zukunft sicherlich auch noch einige Brotrezepte vorstellen. Als ‘normales’ Koch-Olivenöl verwende ich das von Alnatura. Für Salate etc. darf es dann auch schon mal ein besseres Olivenöl sein. Ich nehme dann italienisches aus der Toskana oder aus Umbrien. Ich finde, die sind milder. In vielen besser sortierten Spezial-Geschäften darf man die Öle auch schon mal probieren. Viele Grüße – Herr Grün

  10. Hiltrud meint

    Ich backe das Baguett jetzt zum 2.Mal ich kann nur sagen wir sind begeistert es ist super lecker.
    Vielen Dank für das tolle Rezept.
    Gruß
    Hiltrud

  11. Holger meint

    Hallo,

    danke für das Rezept.

    Es ist eigentlich nicht meine Art unter Rezepte Kommentare a la “ich habs aber so gemacht” zu posten, aber aus Zeitgründen habe ich mit dem Rezept 2 Baguettes gebacken, allerdings super schnell zubereitet.

    Ich hatte nur Type 440 im Haus, den Teig habe ich ohne Vorteig auf die schnelle Zubereitet, also im handwarmen Wasser die Hefe aufgelöst und direkt mit Mehl und Salz mit dem Knethaken verrührt (habe einen Schuss Wasser nochmal dazugegeben bis der Teig etwas feuchter war).

    Alsdann habe ich den Teigbatzen der halben Masse auf etwas Mehl gelegt und mit mehlbestäubten Händen geknetet (also gefaltet, immer ein Eck einklappen, Teig um eine Fünftelumdrehung drehen, wieder das Eck zur Mitte falten, drehen, zur Mitte falten, etc.).

    Als ich das Gefühl hatte, dass die Konsistenz gut ist habe ich den Teig zu Baguettes geformt und auf ein geöltes (Olivenöl) Backblech gelegt. Damit der Teig nicht austrocknet habe ich die Baguettes auch mit Öl eingeschmiert.

    Ich habe den Backofen vorgeheizt, mit Wasser, wie im Rezept angegeben. Nach etwa 15 Minuten gehzeit habe ich die Teiglinge in die Röhre geschoben und ca. 15 minuten gebacken bis sie eine schöne Farbe hatten.

    Was soll ich sagen? Die Baguettes haben richtig gut geschmeckt. Die Kruste war knackig aber nicht “trocken”, das Baguette nicht grob löchrig, also perfekt zum bestreichen.

    Bei Gelegenheit werde ich das Rezept noch “treuer” nachbacken und bin gespannt auf das Ergebnis.

    • Herr Grün meint

      Lieber Holger! Uih – da hast du dir ganz schön viel Mühe gegeben. Mit dem 440 Mehl habe ich noch nie gebacken. Ich finde, das Baguette mit dem 550 optimal. Vielleicht magst du es damit auch mal probieren? Gutes Gelingen und viele Grüße von Herrn Grün

  12. Julia meint

    Hallo Herr Grün,
    nachdem ich das Rezept für französisches Baguette schon das ein und andere Mal gemacht habe,ist es in meiner Rezept Sammlung aufgenommen worden :-).
    Jetzt würde mich aber doch einmal interessieren was die Falttechnik des Teiges bewirkt? Kann der Teig nicht einfach in einer Schüssel ruhen? Und was ist am 550 Mehl,daß es in den meisten Rezepten benutzt wird?
    Liebe Grüße und mit Erwartung auf was Neues 😉
    Julia

    • Herr Grün meint

      Liebe Julia!

      Man sagt, durch das Falten und Ruhen wird das Klebergerüst aufgebaut. Dadurch haben die Hefegase optimale Bedingungen sich auszubreiten und gehalten zu werden.
      Ich möchte das anschaulich erklären (so gut ich kann:) -> Bei manchen Pappen (Kartonagen) sieht man Verstrebungen zwischen den einhüllenden Seiten. Dieser Effekt ergibt sich auch durch das Falten und Ruhen. Es baut sich schonend eine stabile Struktur auf. In dieser Struktur können sich die Hefegase gut ausdehnen. Der Effekt ist, dass das Baguette volumiger und fluffiger wird und trotzdem nicht weich.
      Also: außen kross – innen fluffig.
      Ich hoffe, ich habe es es gut erklärt:)

      Viele Grüße und gutes Gelingen

      Herr Grün

      • Julia meint

        Sehr gut erklärt 😀
        Ist bis jetzt auch jedes Mal gelungen.Werde es aber mal mit anderen Mehlsoten versuchen.Gibt es da aber was zu bedenken? Mengenangaben oder Backzeiten?
        Liebe Grüße

        • Herr Grün meint

          Liebe Julia! Vollkornmehle benötigen etwas mehr Wasser. Das sollten Sie berücksichtigen. Viele Grüße und gutes Gelingen – Herr Grün

      • Marc meint

        Hallo Herr Grün,
        mit dem falten klappt ja so, nur, ich krieg keine ordentlichen “Stränge” hin nach dem Falten.
        Wie krieg ich das ordentlich hin? ohne zu viel ungewollt zu “kneten” ?
        einfach den gefalteten Teig zusammendrücken und unter der Hand rollen,…oder eher in die Länge ziehen?….Mir fehlt ein wenig die Fantasie dazu 😉

  13. Ute meint

    Seitdem ich ein antihaft-beschichtetes Baguettebackblech mein Eigen nenne, backe ich sehr gerne diese Baguettes. In meiner neuen Küche habe ich mir einen Backofen mit Steam-Funktion gegönnt – damit kann das Backgut mehr oder weniger bedampft werden (kein Dampfgarofen!). Die Hälfte der Backzeit bedampfe ich, die andere nicht. Und was soll ich sagen: die Baguettes sind außen richtig knusprig ( und innen fluffig) und können es problemlos mit gekauften Baguettes aufnehmen. Nur mit dem Unterschied, dass ich weiß, was drin ist. Nur 550er Weizenmehl, Salz, Hefe und Wasser.
    Danke für das tolle Rezept.

  14. Heike meint

    Hallo Herr Grün,
    mal wieder auf der Suche im Netz nach einem Baguette – Rezept ich habe schon viele ausprobiert) bin ich auf Ihren Blog gestossen und muss sagen Ihr Rezept ist einfach wunderbar :-)! Aussen kross und innen fluffig…einfach lecker!!!

    Allerdings verwende ich nur Dinkelmehl. Das Baguette ist trotzdem so wie von Ihnen beschrieben. Ich habe es jetzt schon einige male gebacken und kann nur sagen lecker…lecker…lecker!
    Vielen Dank das Sie Ihre Rezept mit uns teilen :-!.

    Mittlerweile habe ich auch schon Ihr Rezept ”Quark – Vanillepudding Kuchen” und die ”Italienischen Brötchen” nachgebacken und auch hier kann ich nur sagen lecker :-)!

    Ich freue mich Ihren Blog gefunden zu haben und habe schon einiges gefunden was ich nachkochen und noch nachbacken möchte. Auch Freunden habe ich den Link zu Ihren Blog weiter geschick um auf Ihre leckeren Rezepte aufmerksam zu machen.

    Ich sende Ihnen viele Grüße
    Heike

  15. Markus meint

    Hallo Herr Grün,

    würde mich auch gerne mal an dem Baguette-Rezept versuchen. Hätte nur noch eine Frage: auf Ihrer Seite steht: 10 Gramm Hefe, auf der verlinkten Seite “französichkochen” steht: ein halber Würfel (=20 Gramm). Welche Menge soll ich nehmen?

    Viele Grüße
    Markus

  16. Judith meint

    Sehr verehrter Herr Grün,
    herzlichen Dank für Ihr köstliches Rezept mit großartig bebilderter Erklärung. Ich habe den Teig schon 2 Tage im Voraus gemacht und ihn bei herbstlichen Temperaturen auf dem Balkon stehen lassen.
    Es schmeckte fantastisch.

      • Silke meint

        Lieber Herr Grün!
        Vielen Dank für diese tolle Seite! Ich habe heute zum ersten Mal das Baguette gebacken und hatte leider ein paar Probleme. Das Ergebnis ist super lecker geworden, aber der Teig war unheimlich klebrig, so dass das Falten zum Problem wurde, weil der Teig sich nicht vom Blech und den Händen lösen ließ.
        Haben Sie einen Tipp für mich? Oder nehme ich einfach mehr Mehl?
        Herzliche Grüße
        Silke

        • Herr Grün meint

          Liebe Silke! Einfach etwas Mehl dazugeben. Der Teig sollte nicht kleben, sondern gut zu rollen sein:) Gutes Gelingen und viele Grüße – Herr Grün

  17. Julia meint

    Hallo Herr Grün,
    nachdem ich jetzt schon so oft die Baguttes gebacken habe,an Tagen mit mehr Zeit,also an Wochenenden,habe ich mich nun schon öfters gefragt ob sie auch an einem Arbeitstag gelingen in dem der Teig tagsüber im Kühlschrank ruht und dann ohne Falttechnik in Form gebracht werden.Ob sie dann immer noch so super werden?Haben Sie die Variante eventuell schon mal ausprobiert?
    Dann könnte es noch viel öfters diese leckeren Teilchen geben 🙂
    Liebe Grüße,Julia

    • Herr Grün meint

      Liebe Julia! Sorry für die späte Antwort. Ich habe den Baguette-Teig nach der Faltung auch schon einmal im Kühlschrank aufbewahrt. In einer Dose und den Deckel nur obenauf gelegt. Das Ergebnis war prima – aber einen Tick schwächer als die frische Variante. Aber man kann es so machen:)) Viele Grüße von Herrn Grün

  18. Stephanie meint

    Hallo,

    Ich habe heute durch Zufall dieses Rezept gefunden….
    Super dachte ich und hab angefangen.
    Hab es mit Dinkelmehl versucht und ich muss sagen, einfach super….

    Sehr cool dass es diese Seite gibt und vorallem dass du dir soviel Mühe gegeben hast.

    Viele Grüße
    Stephanie

    • Herr Grün meint

      Liebe Stephanie! Das freut mich, dass du so kreativ bist und es auch so gut gelungen ist:) Viele Grüße von Herrn Grün

  19. Doro meint

    Lecker Lecker! Es braucht zwar etwas Zeit (ok – ich schummle… Ich lass den Teig nicht so lange ruhen, weil ich da meist einfach keine Zeit zu hab), und: ich benutze normales 405er-Mehl, weil es das ist, was ich immer da hab. Aber das Rezept an sich ist das beste, was ich bisher für Baguettes ausprobiert hab. Ist auch das erste Mal, dass ich ein Rezept mit Falttechnik ausprobiere, vermutlich liegts daran, dass die Stangen so schön fluffig werden. Auf jeden Fall: Daumen hoch!

  20. Frau Blau meint

    Hallo Herr Grün,
    Ich bin heute, was für ein Glück, auf ihrem Blog gelandet. Als ebenfalls an der Saarländisch-französischen Grenze aufgewachsene und z.Zt. In Köln lebende vermisse ich allzuoft das französische Baguette.
    Ich werde ihr Rezept umgehend testen. Daaanke

  21. Tobi meint

    Lieber Herr Grün,

    uns fehlen die Worte. Als Koch dachte ich immer, ich wäre ein furchtbar schlechter Bäcker (auch wenn die Familie das anders sieht). Nachdem ich nun dieses Baguette nachgebacken hab, halte ich mich für den besten Bäcker der Welt. 🙂

    Trotz unserer Nähe zu Frankreich und den dadurch gegebenen mannigfaltigen Bezugsquellen für gute Baguettes, war es das Beste, was wir je gegessen haben.

    Tausenddank!

  22. Waltraud meint

    Hallo Herr Grün,
    ich habe das Baguette gerade angebissen, noch reichlich lauwarm, weil ich’s gar nicht abwarten konnte. In Irland gibt es leider weder frische Hefe noch gescheites Mehl, also importiere ich oft Mehl aus Germany. Habe aber immerhin gestern “French flour” aus England gefunden und das mit Trockenhefe benutzt – es funktioniert tatsächlich. Ich bin richtig happy, also vielen Dank! Ich fliege über Ostern nach Deutschland und werde wieder griffiges Mehl mitnehmen.
    Viele Grüße von der Grünen Insel (grün natürlich, weil es so viel regnet)
    Waltraud

  23. Natja meint

    Lieber Herr Grün,
    ich habe den Teig jetzt schon so oft gemacht, hab mich aber noch nicht für dieses wunderbare Rezept bedankt. Was ich hiermit tue: Vielen, vielen Dank.
    Ich benutze allerdings das 630er Dinkelmehl (da ich Weizenmehl nicht vertrage), aber einen wirklichen Unterschied schmeckt man nicht – zum Glück. Neuerdings mach ich immer aus 250g Mehl 4 lange dünne Baguettestangen (Durchmesser fertig gebacken ca. 4 cm / Backzeit ca. 10-12 Min. ohne Wasser im Ofen, sonst werden sie zu hart), die kann man dann hervorragend dippen und sie sind auf jeder Grillparty ein Hingucker schlechthin. Auch einfach mal zum Bier schmecken sie total lecker.
    Vielen Dank nochmal, Ihr treuer Fan Natja

  24. Lilli meint

    Lieber Herr Grün,

    vielen herzlichen Dank für das tolle Rezept. Habe das Baguette heute gebacken, klappte hervorragend, sieht aus wie vom Bäcker. Ich hatte nur ein Problem: mein Baguette klebte am Baguetteblech (dieses gelochte) :((( Hätte ich es vorher mit Fett
    einpinseln sollen oder habe ich einen anderen Fehler gemacht? Ich hab’s zwar irgendwie runtergebracht, war aber echt mühsam. Geschmacklich haben sie darunter Gott sei Dank nicht gelitten 🙂
    Liebe Grüße sendet pfläumchen

    • Stoni meint

      Hallo Lilli,
      das Problem hatte ich auch. Hab mir dann Backtrennspray besorgt, damit klebt nichts mehr.
      Grüße, Stoni

  25. Christian meint

    Was für eine schöne Beschreibung.

    Jetzt weiß ich, woran es liegt, dass das ein Baguette wird, wie in Paris.

  26. Sabine meint

    Bin aus purer Not auf dieses Rezept gestoßen – ich lebe seit 6 Monaten in den USA und leide unter Brotentzug! Die labberigen Zuckerschwämme hier kann man ja nicht essen, also muss Mutti selber ran. 😉

    Gesagt, getan, und wider Erwarten (hab schon einige nicht so gute Rezepte ausprobiert) ist das Ergebnis toll! Hab das Brot aus dem Ofen gezogen, mich mit Butter darauf gestürzt, für köstlich befunden und direkt im Anschluss das nächste Baguette zusammengerührt.

    Danke, das nenn ich mal eine echte Lebensqualittätsrettung!

  27. Ewa G. meint

    Hi, ich habe das Rezept gerade ausprobiert ! Es ist super! Und eigentlich total einfach ! Danke ! Und es sieht auch super aus;-)

  28. Tabea meint

    Die Baguettes waren direkt beim ersten Ausprobieren ein voller Erfolg!
    Familie, Nachbarn, Kollegen und der Chef begeistert und überrascht, wie gut dieses Rezept klappt.

    Genoßen haben wir es mit Mango-Chili-Dip und einem Paprika-Feta-Dip, sehr lecker!

    Einen großen Dank für dieses tolle Rezept!

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