Liebe Websiten-Besucher!
Die Rezeptegalerie mit den Miniaturbildern aller Herr-Grün-Rezepte ist momentan aus technischen Gründen deaktiviert,
aber bald wieder für Sie da.
Danke für Ihr Verständnis
Viele Grüße aus dem Kochlabor
Herr Grün
Liebe Websiten-Besucher!
Die Rezeptegalerie mit den Miniaturbildern aller Herr-Grün-Rezepte ist momentan aus technischen Gründen deaktiviert,
aber bald wieder für Sie da.
Danke für Ihr Verständnis
Viele Grüße aus dem Kochlabor
Herr Grün

Zum Autor
Manfred Zimmer ist im Saarland geboren und aufgewachsen.
Nach dem Abitur studierte er Informatik und wechselte nach dem Abschluss direkt in die Kommunikationsbranche.
Er gründete in Hamburg eine Digital-Agentur und arbeitete eine paar Jahre parallel dazu als Dozent an einer Kunstschule.
2013 ging er mit seinem Foodblog »Herr Grün kocht« online.
2022 gründete er den Verlag »Grün & Caprese«.
Heute arbeitet er – neben seiner Blogger- und Autorentätigkeit – auch als Berater und Fotograf.
Artikel und Rezepte unter anderem bei der Süddeutschen Zeitung, Der ZEIT, der Frankfurter Rundschau, beim Stern und in vielen weiteren Publikationen.
Seit November 2025 arbeitet er als freier Autor beim SPIEGEL: Produkttests, Rezeptentwicklung, Artikel und Shootings für die Themen Food und Küche.
Seit Februar 2026 Freier Autor – Rezepte und Shootings für das Effilee Magazin.
Bisher sind vier Bücher von Herrn Grün erschienen.
»Rezepte und Geschichten aus dem Kochlabor No. 1«, Kochbuch, 1. Auflage 2016 (Edel, Hamburg), 2. aktualisierte Auflage 2024 (Verlag Grün & Caprese, Hamburg)
»Foodfantasien. Kleine Kunstwerke aus Gemüse«, Illustrationen (Fischer Verlag, Frankfurt)
»Rezepte und Geschichten aus dem Kochlabor No. 2«, Kochbuch, 2. Auflage 2024 (Verlag Grün & Caprese, Hamburg)
»Rezepte und Geschichten aus dem Kochlabor No. 3«, Backbuch, Oktober 2025 (Verlag Grün & Caprese, Hamburg)
Anmerkung: Die Idee zu diesem Interview hatte der Professor. Er ist seit 2013 mein Nachbar in Hamburg. Er ist ein Neapolitaner. Ein Genießer zudem. Er entwickelt Roboter und hat selbst einen kleinen Roboter, der Luigi heisst. Er ist sehr eigenwilling und macht, was er will. Und: Er kann prima Pasta falten. Er hat sogar mal eine Weltmeisterschaft in dieser sehr seltenen Disziplin gewonnen.
Fast jeden Tag besucht mich der Professor im Kochlabor.
Eines Tages stand er mit einem uralten Rekorder und einem ebenso uralten Mikrofon im Kochlabor und meinte, die Zeit sei reif für ein paar Fragen. Ich kann ihm nichts abschlagen.
Professor Caprese: Herr Grün, könnte ich zu Beginn einen Espresso haben und ein Stück von dem köstlichen Neapolitanischen Haselnusskuchen.
Herr Grün: Aber natürlich. Warten Sie einen Moment. (kocht Espresso)
PC: Ich bin nun schon seit 2013 Ihr Nachbar und auch oft zu Besuch im Kochlabor. Was gefällt Ihnen bei Ihrer Arbeit am besten?
HG: Dass Sie oft zu Besuch sind, finde ich super. Dann habe ich auch immer jemanden, der das isst, was ich koche. Eine Testperson. Sie verstehen? (lacht)
PC: Ich bin als nur eine Testperson für Sie? Das trifft mich hart. (lacht)
PC: Wie hat sich sich Ihr Kochstil in den letzten Jahren verändert?
HG: Ich konzentriere mich noch mehr auf Aromen und ihr Zusammenspiel. Das macht mir sehr viel Spaß und ist eine Herausforderung. Wichtig: Ich koche immer so, dass alle mitkochen können, auch wenn sie in einem kleinen Dorf wohnen, in dem es gerade Mal einen kleinen Lebensmittelladen gibt. Ich versuche es auf jeden Fall. Mit der Zeit merkt man auch, mit welchen Gewürzen ich koche. Das ist nichts Kompliziertes. Die Kreativität steckt in der Kombination der Zutaten und Aromen.
PC: Warum ist Ihnen das Thema »Jeder soll mitmachen können – niemand soll ausgeschlossen werden« so wichtig?
HG: Ich erinnere mich an meine Schulzeit, wenn es in der Turnhalle zur Mannschaftauswahl kam. Ich war immer eher sportlich, mich hat es nicht betroffen, aber andere standen zum Schluss so da. Das tat mir wirklich sehr leid. Ich finde, wir sollten mehr eine Mitmach- und nicht eine Ausschlussgesellschaft sein. Das würde mich freuen.
PC: Was hat Sie in den letzten Jahren am meisten beeindruckt? Was war für Sie ein bemerkenswertes Ereignis?
HG: Also es gab ja viele Ereignisse. Fast nur positive. Ich könnte so direkt gar kein Herausragendes nennen. Wenn die Bücher aus der Druckerei kommen, das ist schon aufregend. Man weiß ja nie wohin sich die Bücher entwickeln. Bisher lief aber alles sehr zu meiner Zufriedenheit. Kochbuch 1 und 2 erhielten beide eine Neuauflage.
PC: Jetzt haben Sie sich für ein Backbuch entschieden. Warum eigentlich?
HG: Ich habe als Kind schon immer sehr viel Kuchen gegessen. Mein Rekord lag bei acht Stück beim Geburtstag meiner Oma. Danach war mir aber auch wirklich schlecht. Heute esse ich immer nur ein Stück. Ich finde das Backen spannend. Ich kann mir einen Kuchen ausdenken und mich langsam dahin arbeiten. Am Ende habe ich die Idee umgesetzt und er schmeckt meistens genauso, wie ich es mir ausgedacht habe. Manchmal – aber eher selten – geht aber auch alles schief, wie diese Blaubeer-Rolle, die ich am liebsten an die Wand geworfen hätte. Ich habe sie aufgegeben.
PC: Was denken Sie über Ihre Leserinnen und Leser? Haben Sie ein Gefühl oder eine Vorstellung davon, wer da draußen Ihre Rezepte nachkocht oder nachbackt?
HG: Ich denke schon. Die meisten sind überaus nett und motivierend, ob in den Kommentaren in Social Media oder in den vielen Mails, die ich erhalte. Das geht von netten Grüßen bis hin zu Nachrichten, dass ein Rezept ein festes Familienrezept wurde (was mich sehr freut) oder zwei Verliebte einen Kuchen von mir gebacken haben. Ach – es gibt so viele Varianten. Ich mag meine Leserinnen und Leser. Sie motivieren mich immer wieder zu neuen Rezepten.
PC: Sie wurden einmal von zwei Mädchen, die sie interviewt haben, gefragt, ob sie bei der Fotografie Hilfsmittel verwenden. Ich glaube, sie fragten auch nach Bauschaum.
HG: Ich verwende keinerlei Hilfsmittel. Ich fotografiere direkt, nachdem ich die Gerichte gekocht habe. Wartet man zu lange, verliert das Essen die Spannkraft. Manchmal gibt es noch ein paar Spritzer Wasser oder zwei Pinselstriche Öl von mir. Das ist alles.
PC: Möchten Sie zum Schluss noch etwas sagen?
HG: Alle, die gerne kochen oder backen wollen: Legt los. Selten geht alles schief. Ladet nur Menschen ein, die Humor haben. Ihr werdet euch immer weiter entwickeln und auch immer (meistens) gut essen. Das ist die Wahrheit. Es lohnt sich.
Bisher sind vier Bücher von Herrn Grün erschienen.
Am 9. Oktober 2025 erschien das dritte Buch. Es ist ein Backbuch.
»Rezepte und Geschichten aus dem Kochlabor No. 1«, Kochbuch (Edel, Hamburg)
»Foodfantasien. Kleine Kunstwerke aus Gemüse«, Illustrationen (Fischer Verlag, Frankfurt)
»Rezepte und Geschichten aus dem Kochlabor No. 2«, Kochbuch (Verlag Grün & Caprese, Hamburg)
»Rezepte und Geschichten aus dem Kochlabor No. 3«, Backbuch (Verlag Grün & Caprese, Hamburg)
»Herr Grün kocht« gibt es seit Juli 2013. Seitdem hat Herr Grün 850 Gerichte und Zutaten vorgestellt. Viel Spass beim Lesen und Anschauen!
Springe zu: , 5, A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z